Hypochondrie

Viele von uns haben schon einmal vermutet, an einer Krankheit zu leiden und haben sich dazu den Kopf zerbrochen. Doch es gibt Menschen, deren eigentliche Krankheit genau dieser Zustand ist: Sie pilgern von Arzt zu Arzt, denn sie glauben ständig krank zu sein. Hier gibt es hilfe!

Die Hypochondrische Störung ist gekennzeichnet durch die feste Überzeugung an einer körperlichen Krankheit zu leiden, eine sehr seltene oder bisher noch unbekannte Krankheit zu haben oder die dauerhafte Beschäftigung mit einer angenommenen Entstellung oder Missbildung. Ein ertastetes Knötchen unter der Haut wird da beispielsweise zum möglichen Krebsgeschwür gemacht oder ein Bruststechen als Vorbote eines Herzfehlers interpretiert. Hypochonder sind ständig krank, doch Sie leiden nicht unter den Krankheiten, an denen sie vermuten zu leiden, die Hypochondrie ist die Krankheit, an der sie wirklich betroffen sind.

Charakteristisch für diese Krankheit ist eine ausgeprägte bis zwanghafte Selbstbeobachtung des eigenen Körpers bzw. seiner Organfunktionen: Magen, Darm, Herz, Lunge, Leber, Harnapparat, Geschlechtsorgane, Gehirn, Wirbelsäule, Gelenke u.a. Die ängstlichen Phantasien kreisen z.B. um eine gestörte Arbeitsweise oder gar Zerstörung dieser Organe bis zur Furcht vor Auflösung, Zersetzung, Vergiftung usw. Der Betroffene sucht beharrlich und sorgenvoll nach Krankheitszeichen, die seinen Verdacht beweisen sollen und dabei unterstützt im 21. Jahrhundert besonders das Internet die betroffenen.

Man tippt nur "Bauchschmerzen linke Bauchseite" ein und schon leidet man an den unterschiedlichsten Krankheiten - laut Internet. Hypochonder fühlen sich dadurch bestätigt und spinnen immer größere Theorien über ihren Gesundheitszustand.

Symptome

  • Hypochonder leben in der permanenten Angst, etwas könnte mit ihrem Körper nicht stimmen.
  • Körperliche Signale werden fehlinterpretiert.
  • Die Gedanken der Betroffenen kreisen ständig um die Themen Gesundheit bzw. Krankheit.
  • Hypochonder beobachten ihren Körper exzessiv und achten extrem auf Veränderungen.
  • Bei manchen Personen kann die Überzeugung so stark sein, dass sie wirklich mit der Zeit krankheitsspezifische Symptome entwickeln.
  • Betroffene suchen sehr oft die verschiedensten Ärzte auf.
  • Ständig wird über Krankheiten und Schmerzen nachgedacht und ihre Gedanken kreisen oft um den Tod.


Anlaufstellen bei Hypochondrie

Schweiger Christian, Mag.

Klinischer und Gesundheits-Psychologe, Supervisor, Coach, Psychotherapeut (Katathym Imaginative Psychotherapie)
1030 Wien, Dianagasse 5/4
Telefon: 0699 - 120 75 221

Seligo Elisabeth, DSA

Psychotherapeutin (Personenzentrierte Psychotherapie)
2380 Perchtoldsdorf
Anzengrubergasse 32
1230 Wien, Löwenthalgasse 6/1/9
Telefon: 0650 - 44 888 66

Paul Ulrike Ingrid, Dr.

Coach, Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie), Supervisorin
6020 Innsbruck
Neuhauser Straße 13a
Mobil: 0699 - 10 90 48 52

Hypochondrie ist eine ernst zu nehmende psychische Störung, in der Betroffene unbeirrbar an der Überzeugung festhalten, an einer bösen Krankheit zu leiden, ohne dass eine bestätigende Diagnose von ärztlicher Seite vorliegt.
 

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