Husten - was nun?

Ein Kratzen im Hals, ein Gefühl von Kälte in der Brust, ein erstes Röcheln und los geht's mit dem Husten. Damit der ungebetene Gast während der kalten Jahreszeit nicht zu Ihrem ständigen Begleiter wird, zeigen wir Ihnen wie Sie ihn am besten wieder los werden!

Es kratzt im Hals, ein Röcheln kommt aus der Kehle und schon gibt es kein Halten mehr: Gerade im Winter hört man allerorts jemanden husten - und oft ist man dieser jemand selbst. Doch so ungeliebt der Husten als Begleiter auch ist, er will eigentlich nur unser Bestes: Durch diesen Vorgang versucht der Körper, eingedrungene Fremdkörper oder Entzündungen loszuwerden – und das sind bei Erkältungen vor allem Krankheitserreger.

Allgemein lassen sich bei einer Verkühlung zwei Phasen des Hustens ausmachen:


1. Trockener Husten:

Bellend und hart, so fühlt sich der Husten zu Beginn einer Verkühlung oft an. Dann, wenn sich die Bronchialschleimhäute röten, entzünden, anschwellen und zu schmerzen beginnen. Es ist die Anfangsphase, wenn das Abwehrsystem auf die Erkältungserreger zum ersten Mal anschlägt. Man versucht erfolglos, durch häufiges Schlucken, die trockene Kehle feucht zu bekommen. Jeder Hustenstoß reizt wieder die Schleimhäute, was zu neuerlichen Hustenanfällen führt. Damit die Bronchialschleimhäute nicht auf Dauer geschädigt werden, muss man die Zeit möglichst gut überbrücken, bis sich wieder Schleim bildet.

2. Schleimiger Husten:

Nach ca. drei Tagen ist es mit dem trockenen Husten zwar vorbei, aber mit der Verkühlung leider nicht: Das heißt, die nächste Phase des schleimigen Hustens ist erreicht!

Die Bronchien sondern ab jetzt ein Sekret ab, das die Flimmerhärchen unterstützt, Fremdpartikel loszuwerden. Dabei deutet die Färbung des Schleims auf die Ursache der Erkältung hin: Eine klare Färbung ist häufig auf eine virale Infektion, eine gelbgrüne Färbung auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen.

Wie Sie dem Husten zu Leibe rücken können, verraten wir auf Seite 2 >>

Hustensaft


1. Viel Trinken!

Trinken Sie mindestens 2 Liter pro Tag, so wird bei hartnäckigem Husten der zähe Schleim gelockert, was in der Folge das Abhusten erleichtert. Besonders empfehlenswert sind Tees. Denn: Gegen Husten ist ein Kraut gewachsen bzw. gleich mehrere. Anis, Fenchel, Primelwurzel, Eibischwurzeln, Spitzwegerich und Süßholzwurzel erleichtern das Abhusten, Thymian und Efeu wirken sowohl hustenstillend wie schleimlösend.


Wer Tee nicht mag, für den ist Spitzwegerichkraut Presssaft eine Alternative. Davon sollte man 3-mal täglich 10 ml unverdünnt oder mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten einnehmen. Praktisch für unterwegs sind Bonbons mit Manuka-Honig. Handelsüblicher Honig lindert Hustenreiz, diese besondere Sorte Honig wirkt zudem noch antibakteriell.

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2. Raumklima

Trockene Luft reizt die Bronchien, achten Sie daher auf Luftfeuchtigkeit in Wohn-, Arbeits- und Schlafräumen. Lassen Sie unbedingt die Finger von Zigaretten und halten Sie sich verrauchten Räumen fern!

3. Inhalieren

Ihnhalieren Sie mit Kamille oder ätherischen Ölen, das befeuchtet die Atemwege und lindert die Beschwerden beim Husten.

4. Bonbons

Oft heißt es "Finger weg von Süßem". Nicht so wenn Sie an Husten leiden: Greifen Sie immer wieder mal zu Husten lösenden und Reiz mildernden Zuckerl. Der darin enthaltene Zucker und Honig regt die Schleimproduktion an und fördert das Abhusten.

5. Ab zum Onkel Doktor!

Diese Ratschläge gelten nur für den herkömmlichen Husten. Hält das Röcheln und Kratzen länger als zwei Wochen an – ab zum Arzt mit Ihnen! Dieser kann Erkrankungen wie zum Beispiel Allergien, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenentzündung oder Tuberkulose ausschließen.


Wenn schon vorher Symptome wie Atemnot, hohes Fieber, starke Schmerzen und Blutbeimengungen im abgehusteten Schleim auftreten, gehen Sie lieber sofort zum Onkel Doktor!

 

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