HPV: Die 4 wichtigsten Fakten

Infektionen mit dem HP - Virus gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Männer, Frauen und auch Neugeborene können damit angesteckt werden und oftmals endet dies mit der Diagnose Krebs.

Was ist HPV?

HPV ist eine Abkürzung und steht für Humanes Papilloma Virus. Dieses ist an den unterschiedlichsten Körperregionen, vor allem aber im Genitaltrakt zu finden. Die Übertragung des Erregers findet durch Hautkontakt, bzw. durch Geschlechtsverkehr (anal und oral) statt.

Wie häufig ist eine HPV-Infektion?

Drei von vier sexuell aktiven Menschen bekommen irgendwann in ihrem Leben eine HPV Infektion, die aber in der Regel innerhalb von 5 bis 8 Monaten ohne weitere Folgen abheilt.

Welche Krankheiten können durch HP-Viren verursacht werden?

Nach aktuellem Forschungsstand werden folgende Krankheiten mit dem HP-Virus in Verbindung gebracht:

Haut: Hier können HP-Viren Warzen verursachen.

Kopf-, Hals- und Rachenbereich: Auch in diesen Bereichen kann HPV zur Warzenbildung führen. Bestimmte Virusuntergruppen wurden auch bei Tumoren beispielsweise an den Stimmlippen festgestellt.

Genitalbereich: Bisher sind etwa 200 verschiedene HPV-Typen bekannt, von denen etwa 40 hauptsächlich den Genitalbereich befallen. Harmlosere Warzenstrukture, wie beispielsweise Kondylome, sind hier von den ernstzunehmenderen Virus-Infektionen zu unterscheiden.

  • Für Kondylome (Feigwarzen) sind HP-Gruppen 6 und 11 verantwortlich.
  • Bei HPV-Infektionen handelt es sich vor allem um die Virusuntergruppen 16, 18. Diese Hautveränderungen sind jedoch nicht mit freiem Auge erkennbar.

Die gefährlichen Virusuntergruppen sind nicht nur für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich, sondern auch an Krebserkrankungen des Penis, der Vulva oder des Anus beteiligt.

Wie kann ich mich vor einer HPV-Infektion schützen?

Der wohl wirksamste Schutz gegen eine HPV-Infektion ist der Gebrauch von Kondomen. Da aber der Kontakt auch durch Hautkontakt stattfindet, muss man auch diesen Risikofaktor in Betracht ziehen. Kondome reduzieren jedenfalls die Ansteckungsgefahr deutlich und schützen zudem vor dem gefährlichen Gebärmutterhalskrebs.

Für männliche, vor allem aber weibliche Jugendliche, scheint eine HPV-Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr sinnvoll zu sein. Da im Rahmen dieser Impfung jedoch lediglich gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 geimpft wird, besteht kein vollständiger Schutz gegen HPV, das heißt gegen all die anderen Virusuntergruppen. Allerdings können so die bösartigen Viren, die am häufigsten zu Krebs führen, bekämpft werden.

In Österreich ist der Vierfach-Impfstoff (6,11,16,18) und Zweifach-Impfstoff (16,18) zugelassen. Letzterer beugt Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen und deren Vorstufen vor. Der Vierfach-Impfstoff hingegen dient auch zu Vermeidung von Krebsvorstufen der Vulva (Scheidenausgang, Klitoris, kleine und große Schamlippen).

Ein regelmäßiger Krebsabstrich (PAP-Test) im Rahmen einer gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt ist ebenfalls sinnvoll und hilfreich. Ist das Ergebnis des Abstrichs Pap IIID oder Pap IV, so besteht der Verdacht einer Vorkrebsveränderung. In diesem Falle sollte eine Koloskopie (Darmspiegelung) der nächste Schritt sein.

 

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