Hot Spot: Florenz

Die einen zieht es in den Norden, die anderen in den Süden. Doch oft wird auf (recht) Naheliegende vergessen. Ein absolutes Muss für Modefans ist beispielsweise Florenz. Neben milden Wintertemperaturen hat die italienische Metropole auch Kunst und Kultur zu bieten – wir verraten Ihnen welche.

Alle Wege führen nach Florenz:

Zumindest wenn es um die angesagtesten Modemuseen geht. Denn in der verträumten Stadt der Toscana versammeln sich die richtig Großen. Kein Wunder, denn neben etwaigen Fashionstores, ist hier auch der Stammsitz vieler Ledermanufakturen. Was dort produziert wird, schreit förmlich nach Luxus und Liebe zur Mode. Natürlich, ein Besuch in die Gallerie der Uffizien ist ein Muss, denn auch ein wenig Kultur muss sein. Den „David" von Michelangelo sollte man ebenso in der Galleria dell´Accademia in seiner vollen Pracht bestaunen und zum kulturellen Abschluss eine Mahlzeit in den Markthallen einnehmen. Doch dann geht es schon in Richtung Modehimmel ....

Gucci
Andenken: Wenn es für eine echte Gucci-Bag nicht reichen sollte, einfach die süßen Postkarten im Gucci Museo mitnehmen. Die sind mindestens genauso dekorativ und lassen den Florenz-Aufenthalt im Gedächtnis behalten.

MADE IN ITALY:

Das Gucci Museo:
Florenz ist die Heimatstadt des Luxuslabels Gucci. Es wundert also nicht, dass man diesem großen Modeimperium in seiner Geburtsmetropole ein Zeichen gesetzt wurde. Vor etwas über einem Jahr wurden anlässlich des 90-jährigen Firmenjubiläums deshalb die Tore des Palazzo della Marcanzia an der Piazza della Signora eröffnet.
Konzipiert von niemand geringerem als von Creative Director Firda Giannini selbst, verkörpert das Haus die Philosophie des Labels: „Forever Now". Präsentiert wird eine Dauerausstellung mit bedeutsamen Kreationen von 1921 bis heute. Um dem Gucci-Mythos Ausdruck zu verleihen, wurde ebenso ein „Icon Store", eine Buchhandlung, ein Café und ein Geschenkshop in das Haus integriert.
All das findet auf historischem Boden statt, denn der Palazzo ist mindestens so florentinisch wie die Marke selbst: erbaut im Jahre 1337 ist er ein Symbol florentinischer Handwerkskunst. Zwei Prachtbauten, die sich von der Piazza della Signora bis zur Piazza San Firenze erstrecken.

Ein Besuch im Museum:
Auf rund 1.715m2 und über drei Etagen erstrecken sich die Motive und Symbole des Modehauses. Das Erdgeschoß sowie der erste Stock beherbergen die öffentliche Ausstellung - eine virtuelle Zeitreise durch die Gucci-Ära. Ebenso in der ersten Etage: Der „Contemporary Art Space", wo zeitgenössische Kunstwerke mit ausgesuchten Artisten in Zusammenarbeit mit der Pinault Foundation ausgestellt werden. In der zweiten Etage steht alles im Zeichen des GG-Monogramms genauso wie der Lifestyle und Sport, der mit Gucci immer in Verbindung stehen wird.
In den privaten Kellergewölben befindet sich dann noch das Gucci (http://www.gucci.com/at/home)-Archiv. Ein wahr gewordener Traum für jeden Gucci-Fan wo eine große Sammlung an Ready-to-Wear, Accessoires, Dokumente und Fotografien sorgsam aufbewahrt werden.

Infos:
Eintrittspreis: € 6,-
Gut zu wissen: hiervon wandern 50% an einen Fond zur Erhaltung der Stadt Florenz und zur Restaurierung berühmter Kunstschätze.

Öffnungszeiten:
Museum: 10:00 - 20:00 Uhr
Icon Store: 10:00 - 20:00 Uhr
Buchhandlung & Café: 10:00 - 23:00 Uhr
ganzjährig geöffnet, außer am 25. Dezember, 1. Jänner und 15. August

Infos unter:gucci.com

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Salvatore Ferragamo
Salvatore Ferragamo
luisaviaroma.com

InlineBild (959baef7)Der Schuhflüsterer und sein Lebenswerk: Seit 1938 ist es das Stammhaus, der Palazzo Spini Feroni, von Salvatore Ferragamo. Es birgt nun das Headquarter und das Schuh-Museum des Unternehmens.

Das Salvatore Ferragamo Museum:
1927 gründete der Schuhvisionär Salvatore Ferragamo sein Unternehmen. Natürlich in Florenz, so wie es sich gehört. Seit über 80 Jahren steht sein Name nun für außergewöhnliche Schuhmode. Und dieser Hype begann schon früh, denn fast jede Filmikone zeigte sich in seinen Kreationen.

InlineBild (f60385)(l.) Salvatore Ferragamo bei der Anprobe mit Audrey Hepburn. (Mitte) Modelle aus dem Salvatore Ferragamo-Archiv. (r.) Fan der ersten Stunde: Marilyn Monroe.

Von Marilyn Monroe bis hin zu Audrey Hepburn - alle setzten auf den Leisten des italienischen Schuh-Maestros. Und genau diesen Kreationen wird im Museum eindrucksvoll Tribut bezollt. Zu bestaunen gibt es die handgeschnitzten Leisten der Stars, Modelle von damals bis heute. Eröffnet im Jahr 1995 von Wanda Ferragamo und ihrer Familie, wurde das Museum der Geschichte und dem Einflussreichtum seines Gründers gewidmet. Außerdem wurden seit Mitte der 1990er Jahre reichliche Ausstellungen und Veranstaltungen dort abgehalten um die zeitgenössische Kunst, die Kommunikation und die Trends zu fördern und formen. Heute zählt das Museum zu den Mitglieder der Intrapresae Collezione Guggenheim.

Ein Besuch im Museum:
Man fühlt sich sofort herzlich willkommen, wenn man in die mit Wärme gestalteten Räumlichkeiten des Museums tritt. Gleichzeitig birgt es aber auch technische Highlights, die speziell am jungen Publikum Interesse wecken sollen. Gezeigt werden wie oben schon erwähnt alle möglichen Ferragamo-Schätze. Darunter auch spezielle Materialien, Kreationen für die Hollywood-Elite, genauso wie Modelle, die wie der Keilabsatz neue Trends weltweit hervorriefen.

Infos:

Eingang: Piazza Santa Trinita 5r, Florenz
Eintrittspreis: € 5,-

Öffnungszeiten:
Museum: 10:00 - 18:00 Uhr
Nur dienstags geschlossen

Infos unter: museoferragamo.it

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Shopping-Tipp:

Natürlich darf ein Einkaufsbummel in der Stadt der Mode nicht fehlen. Aber auch hier lassen wir heimischer Mode natürlich den Vortritt:InlineBild (d7cd92fe)Mut zur Mode: Die angesagteste Designer findet bei „Luisa" in der Via Roma ihren ehrwürdigen Platz. Und online auf luisaviaroma.com ebenso. Inspiration zur neuen Kollektion bieten immer exklusive Shootings wie dieses hier, das anlässlich der neu eingetroffenen Kollektionen für den Start ins Modejahr 2013 geshootet wurde.

Von Luisa zum Luxus:
Es ist eine Firmengeschichte wie aus einem Märchenbuch - denn auch diese hat ein Happy End. In den 1920er Jahren eröffnete Luisa Jaquin eine Hutboutique mit ihrem Mann, Lido Panconesi. Ein Florentiner wie sich versteht. Doch die Pariser Boutique war zum Scheitern verurteilt und Lido Panconesi verlor auch noch sein ganzes Hab und Gut bei einer Pferdewette. Emigriert nach Brasilien, gelang es dem Paar sein Schicksal zu wenden - bald kehrte man nach Europa zurück. Und Luisa eröffnete 1930 eine gleichnamige Hut-Boutique wie die damals in Frankreich. Heiß begehrt, wurde der Laden nach und nach ausgebaut. Das Sortiment erweitert mit Kleidern und sogar mit einer eigenen Fabrik ausgestattet. 1968 musste man schließlich wieder verkaufen, die finanziellen Belastungen waren einfach zu groß geworden.

Der Enkel, Andrea Panconesi, verdankt „Luisa" sein Auferstehen. Heute noch Leiter des Unternehmens, war schon in der Schulzeit als Schaufensterdekorateur tätig. Er trat bald seine erste Reise als Einkäufer nach Paris an. Seine guten Kontakte in der Modeszene wurden sein Trumpf. Er hörte von einem Japaner, der in Paris Mode machte: Kenzo. Und genau den holten sie nach Florenz, als erstes europäisches Haus. Das war die Herbst Winter-Kollektion 1968/69. Und genau diesen Mut zur Mode bewahrte sich das Haus bis heute. Gelegen in der Via Roma, folgte schließlich auch der Onlineshop: luisaviaroma.com. Wer es also nicht direkt nach Florenz schaffen sollte, der kann getrost im Netz surfen und die schönsten Teile mit etwas virtuellem Italy-Feeling erstatten.

 

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