Hormonelle Verhütungsmethoden

Welche hormonellen Verhütungsmethoden gibt es eigentlich? Wir klären auf.

Pille
Die Pille ist wegen ihrer einfachen Anwendung das beliebteste Verhütungsmittel. Sie wird täglich zur selben Uhrzeit (+/- 12 Std.) eingenommen. Nach 3 Wochen folgt eine pillenfreie Woche, in der es zur Blutung kommt. Während dieser Woche tritt die Monatsblutung ein. Wie wirkt sie? Die Pille enthält Östrogene und Gestagene - Hormone, die für den Ablauf des Monatszyklus und den Verlauf einer Schwangerschaft zuständig sind. Die in der Pille enthaltenen Hormone profitieren von diesem natürlichen Effekt und unterdrücken - wie bei einer Schwangerschaft - die Eireifung.

Mikro Pille
Bei der Mikropille handelt es sich um eine Weiterentwicklung der normalen Pille, die sich im Wesentlichen dadurch auszeichnet, dass sie niedriger dosiert ist und dadurch natürlicher auf den Körper einwirkt. Auch ein an den natürlichen Zyklus der Frau angepasstes 28-tägiges Dosierungsschema wie sie die Qlaira, eine Mikro Pille der neuesten Generation anbietet, trägt dazu bei, die empfundene „Fremdsteuerung" zu minimieren. Die ersten 26 Filmtabletten enthalten vier unterschiedlich hohe, aber immer möglichst niedrige Hormondosierungen. In jeder Phase werden dem Körper nur genau so viele Hormone zugeführt wie notwendig, um eine besonders zuverlässige Verhütung zu gewährleisten. Am Schluss werden jeweils 2 hormonfreie Tabletten ein- genommen. Die klassische Pillenpause entfällt dadurch komplett. Angenehmer Nebeneffekt: Studien zeigen, dass es bei dieser neuen Pillen-Generation zu kürzeren und leichteren Blutungen kommen kann. Aufgepasst jedoch: Besonders für die erfahrene Anwenderin geeignet, denn: Das Einnehme der Tabletten in exakt der richtigen Reihenfolge ist besonders wichtig!

Minipille
Die Minipille verdichtet den Gebärmutterhalsschleim und vermindert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Der Eizelle wird es also schwer gemacht, sich in der Gebärmutter einzunisten. Es ist nötig, die Minipille exakt einzunehmen. Hier liegt die Schwankungsbreite nur bei +/- 3 Std und es gibt keine Einnahmepause.

Östrogenfreie Pille
Diese Art ist erst seit kurzem in Österreich erhältlich. Hier handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Minipille und enthält nur Gestagen. Auch diese Pille wird ohne Einnahmepause 4 Wochen lang durchgehend eingenommen, hat aber trotzdem das Einnahmefenster der normalen Pille, nämlich +/- 12 Std. Und auch die Wirkung ist gleich, denn der Eisprung wird unterdrückt.

Pille
Enthält Östrogene und Gestagene und unterdrückt die Eireifung.

Mikro Pille
Ist niedriger dosiert als die herkömmliche Pille.

Minipille
Verhindert das Einnisten der Eizelle.

Östrogenfreie Pille
Weiterentwicklung der Minipille, enthält nur Gestagene.


Pflaster Klebt am Körper und wirkt wie die Pille.

3-Monatsspritze
Vierteljährlich wird eine Dosis Gestagen injiziert.

Implantat
Ein Hormonstäbchen unter der Haut hemmt für 3 Jahre en Eisprung.

Hormonspirale
Gibt - in der Gebärmutter eingelegt - 5 jahe kang gleichmäg Gestagen ab.

Pflaster
Das Pflaster misst 4,5 x 4,5 cm und enthält die gleichen Wirkstoffe wie die gute, alte Pille. Klebt das Pflaster erstmal an Bauch, Po oder Oberarm, bleibt es dort 1 Woche. Die Blutung setzt nach der 3. Woche ein. Achtung: Verringerte Wirkung bei Frauen mit einem Körpergewicht von über 90 kg.

Verhütungsring
Der Ring gilt bei vielen Frauen als bequemste Methode. Er besteht aus flexiblem Kunststoff und enthält Gestagen und Östrogen. Der Ring wird in die Vagina eingeführt und bleibt dort 3 Wochen lang. Auch bei dieser Methode setzt in der 4. Woche die Blutung ein. Vorteile: Die tägliche Einnahme bleibt aus und auch bei Erbrechen/Durchfall wird die Wirkung nicht beeinflusst. Zeitverschiebungen bei Reisen stellen ebenso kein Problem dar.

3-Monatsspritze
Vierteljährlich wird eine Dosis Gestagen injiziert. Nachteile: die körpereigene Östrogen-Produktion wird durch den hohen Gestagen-Gehalt unterdrückt. Nach dem Absetzen dauert es oft wieder sehr lange, bis es zum Eisprung kommt. Durch langfristige Anwendungen kann es zu Störungen des Knochenstoffwechsels kommen.

Implantat
Das Hormonstäbchen (2 mm dünn, 4 cm lang) wird unter der Haut am Oberarm platziert und gibt regelmäßig Gestagen ab. Der Eisprung wird dadurch für 3 Jahre gehemmt. Nachteil: unregelmäßige Blutungen.

Hormonspirale
Die Spirale wird in die Gebärmutter eingelegt und gibt von dort aus 5 Jahre lang gleichmäßig eine sehr geringe Menge Gestagen ab. Gebärmutterhalsschleim und -Schleimhaut werden verändert und eine eventuell befruchtete Eizelle wird an der Einnistung verhindert. Nachteile: oft unregelmäßige Blutung, schmerzhaftes Einlegen.

 

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