Hoop, Hoop, hurra - warum du den Hula Hoop Trend nicht verpassen darfst

Michelle Obama tut es. Liv Tyler auch. Und Queen Beyoncé baut die bunten Reifen sogar in ihre berühmten Bühnenshows ein. Was ist dran am Hooping-Hype? Wir haben uns den Trendsport für euch genauer angeschaut!

Hula Hoop Training

"Du machst einen Hula-Hoop-Workshop? Darin war ich früher gar nicht so schlecht ..." Als ich meiner Kollegin vom bevorstehenden Training erzähle, werden Erinnerungen wach. Gibt es doch kaum ein Kind der 1970er- und 1980er-Jahre, das keinen der bunten Plastikreifen zu Hause hatte.

Doch genau das war auch lange Zeit das Problem: Man tat Hula- Hooping als Kleinmädchenspaß ab und sah darin kein ernsthaftes Fitnessprogramm, befand das Beckenschwingen für retro und damit wenig zeitgemäß oder aber stempelte den Reifen als Zubehör der Kunstturnerinnen und Zirkusartisten ab.

Loopen als Sport

Erst jetzt wird Hula-Hooping in Österreich (wieder-)entdeckt: und zwar als Trendsport. Die Welle schwappt mal wieder aus den USA zu uns herüber. Dort sind Frauen – von der Hobbysportlerin über den Hollywoodstar bis hin zur First Lady – dem Hooping längst verfallen. Kein Wunder: Nie machte Sport mehr Spaß! Die Hooping- Trendsetterin: Gabrielle Redding. Mit Fitness-DVDs, Workshops und ihrem Unternehmen Hoopnotica hat sich die Kalifornierin mittlerweile einen goldenen Reifen verdient.

Hierzulande arbeitet Lisa Hübner unter ihrem Künstlernamen Lisa Looping seit ein paar Jahren daran, Hooping wieder als das zu etablieren, was es ist: ein tolles Ganzkörpertraining!

Auf die Plätze, fertig, hoop!

Ihr Hoop-Workshop im Wiener Währingerpark beginnt mit einfachen Aufwärm- und Dehnübungen. Wir strecken die Arme, lockern den Hals, starten dann mit leichten Reifenschwüngen auf den Händen. Schon nach kurzer Zeit müssen wir feststellen: Die bunten Reifen wirken auf die Umgebung wie ein Magnet. Wir werden neugierig beäugt und sind mit unseren anfangs ungelenken Übungen DAS Unterhaltungsprogramm der Parkbesucher. Sogar unsere Fotografin kann zwischendurch nicht widerstehen und greift mit kindlicher Freude selbst zum Reifen.

Nach den Armen widmen wir uns Hals, Taille und Beinen. "Der Trick ist, keine kreisenden Bewegungen zu machen, sondern den Körper nach links und rechts oder vorne und hinten zu bewegen. Das gibt den richtigen Schwung", erklärt Lisa. Für die Schwünge um die Taille reicht sie uns größere Reifen: "Die großen Reifen nenne ich immer Zauberreifen, mit denen schafft jeder ein paar Umdrehungen. Das Geheimnis ist das Gewicht. Je schwerer der Reifen, desto besser funktioniert der Schwung." Schon nach 15 Minuten wischen wir uns den Schweiß von der Stirn.

Meine Kundinnen wollen sich so fühlen, wie Hula-Hooping aussieht: lustig und leicht!

Die Bauchmuskeln permanent anzuspannen, ist anstrengend. Aber nicht nur die Körpermitte wird durch das Hooping trainiert: "Hula-Hooping ist auch ein ganz tolles Anti-Cellulite- Programm! Durch die Beinmassage mit dem schwingenden Reifen wird das Gewebe durchblutet", verrät Lisa. Für uns aber das Allerbeste am Training: Es macht wirklich Spaß und man kann dabei wunderbar tratschen. Während wir fleißig die Hüften schwingen, erzählt uns Lisa ganz nebenbei ihre spannende Lebensgeschichte.

Pionierarbeit

Die 35-jährige Niederösterreicherin hat sich unter ihrem Künstlernamen Lisa Looping einen Namen gemacht und sich das Ziel gesetzt, den Trendsport aus Amerika auch in Österreich bekannter zu machen. Gemeinsam mit Artisten und Performancekünstlern tanzt sie in Shows von Mexiko bis Korea. Ihren Job in einer Werbeagentur hat sie dafür an den Nagel gehängt. Für die Austrian Hoop Convention, die sie initiiert hat, kommen Hooping-Begeisterte aus ganz Europa nach Wien und zeigen, was sie können.

In Wien gibt sie die Begeisterung für den Sport in eigenen Workshops und Kursen weiter: "In Österreich erfasst immer mehr Menschen das Hooping- Fieber. Mittlerweile bilde ich in sogenannten Teacher-Trainings auch Trainerinnen aus. Wir vernetzen uns untereinander, nur so können wir dem großen Ansturm gerecht werden." 2014 versuchte sie ihr Glück bei einem Fernsehauftritt in der Großen Chance und überzeugte mit ihrer Performance nicht nur Juror Oliver Pocher. Für einen Sieg hat es dann zwar nicht gereicht, ihre Workshops und Kurse sind aber seitdem noch voller, als sie es ohnehin schon waren.

Kindheitserinnerungen

Zu Hause angekommen starte ich sofort den Computer und suche im Internet nach dem passenden Trainingsreifen. Für eine straffe Taille nur 15 Minuten täglich vor dem Fernseher hoopen? Genial! Ein bisschen nostalgisch gestimmt klettere ich dann auch noch auf den Dachboden meines Elternhauses. Wäre doch zu schön, wenn mein alter, rosa-weiß gestreifter Hula-Hoop-Reifen noch da wäre ...

 

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