Homosexuelle können in Norwegen kirchlich heiraten

Das dritte skandinavische Land öffnet damit seine Kirchen für homsexuelle Trauungen. Ganz ohne Widerstand läuft es aber auch hier nicht ab: Geistliche können die Durchführung einer Trauung ablehnen.

Ab 1. Februar 2017 ist es schwulen und lesbischen Paaren nun möglich, sich in einer Kirche ihrer Wahl trauen zu lassen. Die Lutheranische Volkskirche verabschiedeten einen entsprechenden Beschluss, den 89 von 112 Mitgliedern unterstützen.
Die Liturgie der Zeremonie wurde vorab angepasst, der Text leicht abgeändert und einige Bibelstellen gestrichen.

Priester können Durchführung der Zeremonie ablehnen

Norwegen ist damit das dritte skandinavische Land, das nach Schweden (seit 2009) und Dänemark (seit 2012) die kirchliche Hochzeit möglich macht. "Dies ist der Tag, an dem ein Gebet und ein Traum in Erfüllung gehen", sagte der homosexuelle Delegierte Gard Sandaker-Nilsen. Der Osloer Bischof Ole Kristian Kvarme, der die Öffnung unterstützte, räumte jedoch ein, dass die Entscheidung auch Kummer machen werde. Aus Protest gegen die kirchliche Homo-Ehe kündigte der Priester Oyvind Bad Benestad seinen soforotigen Rückzug aus der norwegischen Kirche an. Geistliche sind nicht gezwungen, Homosexuelle zu trauen.

 

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