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Kampf für Selbstbestimmung: Frauen in Saudi-Arabien fordern jetzt mehr Rechte ein

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Saudische Frauen begehren auf und übergeben dem Königshof 14.700 Unterschriften für mehr Frauenrechte.

JetztRed.(Wienerin)

 

"Saudische Frauen fordern das Ende der Vormundschaft der Männer" - so nennt sich die Unterschriftenaktion, die von Frauenrechtsorganisationen in Saudi-Arabien vor 82 Tagen gestartet wurde. Bisher sind 14.700 Unterschriften eingegangen, auch von Männern und religiösen Organisationen. Sie fordern ein Ende der männlichen Vormundschaft über Frauen und die Anerkennung von Frauen als vollwertige Bürgerinnen des Landes. Selbst für alltägliche Kleinigkeiten brauchen die Frauen dort die Zustimmung ihres gesetzlichen männlichen Vormunds, sie dürfen etwa nicht arbeiten oder reisen. 

"Öffentliche Debatte angestoßen" 


Im Interview mit der "Presse" zeigt sich eine der Mitorganisatorinnen und Frauenrechtlerin Aziza al-Yussef sehr erfreut: "Wir haben eine öffentliche Debatte angestoßen." Sie erklärt darin die Hintergründe der Kampagne #IAmMyOwnGuardian: "Für die Beziehungen zwischen Frauen und Männern gibt es im Islam zwei Konzepte – Qiwama und Wilayah. Qiwama heißt, der Mann ist finanziell verantwortlich für die Frau – damit haben wir kein Problem. Probleme haben wir mit dem Konzept von Wilayah, das dem Mann das Recht gibt, alles und jedes im Leben der Frau zu bestimmen."

 

Bis zur Gleichberechtigung für saudische Frauen wird es wohl noch ein sehr weiter Weg sein, dennoch zeichnen sich bereits kleine Verbesserungen ab. Seit Ende letzten Jahres gewährt das Könighaus auch Frauen, die bis dahin von politischen Prozessen völlig ausgeschlossen waren, das Wahlrecht (die WIENERIN.at hat berichtet).

 

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