Hodenschmerzen und Beckenstellung: Müssen Männer wirklich manspreaden?

Könnten Männer im öffentlichen Raum auch ein bisserl weniger Platz einnehmen oder liegt es an ihren Hoden? (Tut es nicht.)

Die Frauen sitzen da. Handtaschen auf dem Schoss, die Knie zusammen, die Beine zur Seite gedreht. Sie nehmen so wenig Platz ein, wie möglich. Ihnen gegenüber sitzen zwei Männer, die drei Sitzplätze brauchen. Ihre Beine sind breit und gespreizt, wie es den Manspreadern in öffentlichen Verkehrsmitteln so eigen ist. "Als Frauen im öffentlichen Raum, Symboldbild", postet die Journalistin Ayla Mayer ein Foto aus der U-Bahn auf Twitter.

Männer so: "WIE SOLL MAN SICH DENN SONST HINSETZEN"

Dann kommen sie in Scharen: verzweifelte Männer, die sich Sorgen um das Wohl aller Hoden der Welt machen und sich fragen, wie man denn bitte sonst sitzen solle. Darum geht es Mayer in ihrem Tweet aber nicht. Sie thematisiert viel eher das automatisch rücksichtsvolle Verhalten von Frauen im öffentlichen Raum, während sich Männer oft ungeniert breit machen.

Auch Männer müssen nicht breitbeinig sitzen

Hodenschmerzen und riesige Genitalien hin, massive männliche Beckenstellung her: Tatsächlich gibt es keinen physiologischen Grund, warum Männer breitbeinig in öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen müssen.

Trotz Hoden kann man also durchaus so sitzen, dass man nicht mehr als eine Sitzbreite in Anspruch nehmen muss. Das ist nicht besonders schwer zu verstehen, sollte man meinen. Vielleicht hat das Unverständnis aber andere physiologischen Ursachen:

Oder ist es doch irgendwie Einstellungssache?

Einen Lösungsansatz für die Manspreading-wegen-Hoden-Problematik gibt es bereits:

So oder so, die Mächtigkeit des Hodens scheint damit ein für alle Mal begraben werden zu können.

 

Aktuell