Hilfe, mein Kind sieht aus wie eine Pornoprinzessin!

Sexy Designs für kleine Mädchen? Ein Nogo! Aber wie reagiert man als Mutter, wenn die Fünfjährige auf Glitzerminis und Leopardentops steht? Dieser Satz ist die Rettung.

Letztens kam meine allerbeste Freundin zu spät zum Mädelstreffen. Der Grund: eine Kleiderkrise. Nein, es ging nicht darum, dass meine Freundin nicht wusste, was sie anziehen sollte. Die Kleiderkrise betraf ihre fünfjährige Tochter Leonie.

Die wollte nämlich im Faschings-Glitzerröckchen von Frozen in den Kindergarten. Und die Vorstellung, dass ihre Tochter kopfüber am Klettergerüst hängt, während die ganze Welt den Frozen Slip einer Fünfjährigen bewundert, war meiner Freundin dann doch zu heftig - was in Folge allerdings zu einem zeitraubenden Machtkampf mit ihrer Tochter führte.

„Weißt Du“, sagte sie: „Solange Leonie noch kleiner als ein Meter war, war alles gut!“. Bis zur magischen Kleidergröße 98 ist Kindermode geschmackvoll und man findet sogar beim Diskonter Kleidungsstücke, die wie eine Mischung aus Petit Bateau und nordische Designermarke aussehen. Aber sobald das Kind vom Baby zum Vorschulkind mutiert, geht es los mit den sexualisierenden Merkmalen. Röhrenjeans, bauchfreie Tops, Miniröcke, Brustabnäher, die ein Dekolletee simulieren, und auftragende Gesäßtaschen, die den Hintern betonen. Alles Attribute, die Kinderkleidung sexy erscheinen lassen sollen. Das ist doch pervers.

„Ich will doch mein Kind nicht herrichten wie eine Pornoprinzessin!“ sagte meine Freundin.


Die Rettung? Fünf magische Worte!

„Und was ist mit Shorts?“, fragte ich. „Normale Shorts gibt es auch nicht, nur Hot Pants!“, erklärte meine Freundin. „Damit könnte sie statt am Spielplatz im Nachtclub an der Stange tanzen.“

Meine Freundin hat zum Glück mittlerweile einen magischen Satz gefunden, der sie und Leonie vor sexualisierender Kindermode schützt.

Der Satz lautet: „Gibt’s nicht in deiner Größe!“

„Gibt’s nicht in deiner Größe!“, ruft meine Freundin, wenn sie beim H&M Leopardentops sieht, die Leonie toll findet.

„Gibt's nicht in deiner Größe!“ ruft sie triumphierend, wenn sie am Ständer mit den hautengen Minikleidern vorbeikommen.

Der Satz „Gibt's nicht in deiner Größe!“ ist bei ihr so automatisiert, dass sie in letztens sogar beim Merkur rausbrüllte. Nur dass es diesmal gar nicht um Kleidung ging, sondern um eine Flasche Kindersekt. Leonie war zum Glück so überrumpelt, dass sie kommentarlos weiterging.

 

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