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Hilfe beim Durchstarten

Wir stellen zwei bemerkenswerte Gründerinnen vor.

Guter Rat ist teuer? Nicht, wenn es nach der Wirtschaftsagentur Wien geht! Das vielfältige Angebot begleitet angehende Gründerinnen am Weg zum Erfolg. Von der Ideenfindung über Gründung, Wachstum und Internationalisierung, Vernetzung und Austausch – die ExptertInnen der Wirtschaftsagentur Wien lassen Interessierte bereits ab dem kostenlosen Orientierungsgespräch an ihrem Know-how teilnehmen.

Wir stellen zwei Gründerinnen vor, die sich bei der Umsetzung ihrer Visionen auf die tatkräftige Unterstützung der Wirtschaftsagentur Wien verlassen konnten und unterschiedliche Unterstützungsprogramme durchlaufen haben. Dank der finanziellen Hilfe durch das Gründungsstipendium bzw. des intensiven Coachings im Founders Lab Durchstarterinnen konnten Rafaela Kathan-Kupfner und Arwa Elabd den Grundstein für ihren Erfolg legen.

Lerne die Angebote der Wirtschaftsagentur Wien am Gründerinnentag am 28.9. kennen!

Nimm am Workshop der Wirtschaftsagentur Wien teil und hol dir hilfreiche Tipps – individuelle Beratung und neue Perspektiven erwarten dich!

Mehr Informationen zum Gründerinnentag gibt's hier.

Rrafaela Kathan-Kupfner

Rafaela Kathan-Kupfner ist zurzeit Stipendiatin des Gründungsstipendiums und möchte im März 2023 im Nordbahnviertel im 2. Wiener Bezirk ihr nachhaltiges Spielwarengeschäft „Wildes Böckle“ mit innovativer 3D-Druckwerkstätte eröffnen
Wir haben sie zu ihrer Idee, ihrer Motivation und zum Gründungsstipendium befragt.

Was treibt dich an, Gründerin zu werden?
In erster Linie brenne ich natürlich für meine Idee und möchte mein Projekt Realität werden lassen – und wirklich davon leben können. Diese Leidenschaft braucht es definitiv. Man muss sicherlich auch charakterlich dafür geeignet sein und ein bisschen Spaß am Kämpfen haben. Das treibt mich sehr an, meine Ideen zu verwirklichen, viel von mir selbst einbringen zu können, meine eigene Chefin zu sein aber auch so viele spannende Leute kennen zu lernen. Ich komme immer mehr drauf, wie großartig es ist, mit anderen zu kooperieren. Das gefällt mir auch am Gründen: sich Partner*innen suchen, die einen ein Stück begleiten, von deren Arbeit man begeistert ist und man sich gegenseitig auch eine Bühne bietet.

Warum ist Gründen gut und was willst du mit deiner Idee verändern?
Gründen ist die einzige Möglichkeit, etwas zu machen, das es noch nicht gibt. Außerdem braucht es immer neue, mutige Ideen und Menschen, die die Energie und den Biss haben, Dinge anders zu machen und vor allem dranzubleiben. Das ist definitiv das Schwierigste – nicht aufzugeben, nicht den Mut zu verlieren.
Ich möchte mit meinem Geschäft und vor allem meiner 3D-Werkstatt die Spielwarenbranche in Richtung Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft umrüsten. Das Bewusstsein der Konsument*innen geht auch immer mehr weg vom Wegwerfen und hin zum Reparieren. Wir reparieren kaputte Teile, ersetzen verlorene Spielfiguren und das niedrigschwellig, rasch und unkompliziert. Und wir bieten existierenden Herstellern, die nachhaltige, ungiftige, Fair-Trade- Produkte produzieren, eine Plattform.
Die Möglichkeit von „Á-la-Carte-Spielzeug" aus dem 3D-Drucker ist auch vollkommen neuartig und entspricht dem Wunsch nach individuelleren, persönlicheren Produkten. Zudem denken wir Handel ganz neu und wollen den Leuten in unserem Grätzel nicht nur einen zusätzlichen Konsumraum geben, sondern auch einen Ort der Begegnung, der zum Verweilen und Zusammenkommen einlädt.

Wen willst du mit deiner Idee ansprechen?
Einerseits die Leute im Grätzel, die vor Ort leben. Das sind viele junge Familien und tendenziell auch Menschen mit ökologischem Bewusstsein, urbanem Lifestyle etc. Am Ende des Tages will ich natürlich alle Menschen, die mit Kindern zusammenleben, ansprechen. Es soll ganz selbstverständlich sein, dass man sein kaputtes Zeug bequem reparieren lassen kann und es nicht in die Mülltonne werfen muss.
Ich spreche aber auch ganz klar alle Wiener*innen an, die achtsamer leben wollen und bei uns unbedenkliches Spielzeug inkl. Reparaturleistung bekommen. Und gerade in einer Gesellschaft, die alles hat, wird maßgeschneidertes, individuelles Spielzeug à la Carte sicherlich viele Menschen, ansprechen. Das „Wilde Böckle“ soll ein Ort sein, wo Eltern entspannt sein können und Kinder die Sau raus lassen können.

Warum hast du dich fürs Gründungsstipendium beworben und was bringt es dir?
Das Gründungsstipendium war für mich die einzige Möglichkeit, ernsthaft an meiner Gründungsidee zu arbeiten. Ich habe drei Kinder und könnte es mir nicht leisten, mich ohne Verdienst komplett auf die Gründung zu stürzen. Ich habe dem Gründungsstipendium also ziemlich viel zu verdanken. Ich konnte mich abseits von 15 Stunden Lohnarbeit pro Woche komplett auf mein Projekt konzentrieren und bin tatsächlich nun kurz vor dem Gründen. Außerdem hat es mir zum ersten Mal das Selbstvertrauen und die Bestätigung gegeben, dass meine Idee etwas kann und ich am richtigen Weg bin.
Das Feedback, die wertvollen Tipps, das Networking mit anderen Gründer*innen und das Coaching sind absolut wichtig und wertvoll. Für mich hat das Gründungsstipendium wirklich den Unterschied gemacht und mir vor allem den nötigen professionellen Support gegeben. Ich kann gründen, ich schaffe das und alles ist möglich!

Arwa Elabd

Arwa Elabd wollte ihre Leidenschaft für Literatur mit Gleichgesinnten teilen und Autor*Innen aus marginalisierten Randgruppen eine Bühne geben. Leser*Innen aller gesellschaftlichen Schichten und unterschiedlicher Herkunft sollten sich in den Geschichten repräsentiert fühlen. Das Ergebnis: bibliobox – liebevoll kuratierte Bücherpakete zu verschiedenen Themen und ein eigener Onlineshop.
„Nicht nur als Schülerin, auch später als Lehrerin fühlte ich mich durch die Literatur im Sprachunterricht kaum angesprochen. Obwohl mir das schon früh aufgefallen ist, fehlten mir lange Zeit die richtigen Worte, um diesen Mangel im österreichischen Schulsystem zu beschreiben. Jetzt, wo ich die Relevanz von Repräsentation verstehe, möchte ich mich darauf fokussieren, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch eine positive Darstellung in der Literatur zu empowern und sie dabei zu unterstützen, ihre eigenen Geschichten zwischen den Seiten eines Buches zu lesen“, so Arwa Elabd.

Mithilfe des Founders Lab Durchstarterinnen der Wirtschaftsagentur Wien konnte Arwa Elabd ihr Business starten und die ersten Schritte zum Erfolg von bibliobox machen.

 

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