Hilfe annehmen

Sie sind emanzipiert, selbstbewusst und viel zu stolz? Das sind noch lange keine Gründe, nicht auch einmal andere um Hilfe oder Unterstützung zu bitten. Sei es an einsamen Tagen, beim Aufbau eines Wandregals oder der Arbeit: Lernen Sie nach Hilfe zu fragen.

Frauen werden immer mehr zum stärkeren Geschlecht, sie meistern Ihren Alltag meist viel besser als Männer. Doch neben den Emanzipations-Diskussionen, oder genau deswegen, vermeiden wir es immer mehr, Schwäche zu zeigen. Doch, besonders wenn man glaubt, man müsse alles alleine schaffen, sollte man sich vor Augen halten, dass um Hilfe bitten oder sie anzunehmen kein Zeichen von Schwäche ist. Es ist vielmehr eine gesunde und erwachsene Art, seine eigenen Grenzen nicht zu überschreiten.

Geben und Nehmen

Oft ist es so, dass Personen, die viel von sich geben und sehr hilfsbereit und loyal ihren Mitmenschen gegenüber sind, selbst Schwierigkeiten damit haben, andere um Hilfe zu bitten. Doch wer denkt, alles alleine schaffen und erledigen zu müssen, überfordert sich nur selbst. Viel besser ist es dann, Freunde oder Verwandte um einen Gefallen zu bitten und Dinge, bzw. Aufgaben an diese abzugeben.

Zusätzlich kommt dazu, dass man selbst oft enttäuscht wurde. Man fragte den Freund danach, beim Einkauf zu helfen und der kam nur missmütig mit oder erfand irgendeine Ausrede? Ein zweites Mal fragt man dann nicht mehr. Dann sollten Sie aber darauf achten, ihm selbst nicht mehr zur Hilfe zu eilen, wenn er etwas braucht. Versuchen Sie die Waage zu halten: So viel Sie bekommen, sollten Sie auch geben.

Stolz beiseite

Sie müssen sich klar werden: Niemand ist perfekt, jeder braucht ab und zu Unterstützung. Sich seine Schwächen einzugestehen, ist ein Zeichen von Stärke, und nicht von verletztem Stolz.

Um nicht enttäuscht zu werden, sollten Sie Hilfe nur bei Menschen suchen, die Ihnen helfen können und wollen. Versuchen Sie es gar nicht bei, zwar sympathischen, aber selbstverliebten und egoistischen Personen aus Ihrem Umfeld. Denn: Diese helfen nur, wenn sie selbst einen Vorteil daraus ziehen können.

Brauchen Sie aber Hilfe bei seelischen Dingen, Stresscoachings oder einfach eine neutrale Person, die Ihnen zuhört, wo Ihnen Freunde und Familie nicht mehr helfen können? Scheuen Sie sich nicht davor, professionelle Hilfe in anspruch zu nehmen. Was früher verpönt war, gilt heute als Trend: Psychologische Beratung.

Geben und Nehmen sollten sich die Waage halten, geben Sie niemals mehr, als Sie bekommen. Denn so passiert es oft, dass Sie enttäuscht werden und in weiterer Folge gar nicht mehr nach Hilfe bitten, sondern alles auf Ihre Kappe nehmen.
 

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