Herpes im Check

90 Prozent aller Menschen tragen den Herpes-Virus in sich und kämpfen immer wieder gegen die aufkeimenden Bläschen. Um Fieberbläschen ranken sich jedoch auch unzählige Mythen. Wir machen den Check, was stimmt und was nicht.

Einmal Herpes, immer Herpes

Richtig. Das stimmt leider. Denn ist der Virus einmal im Körper, kann er immer wieder auftreten.

Es gibt nur einen Herpesvirus

Falsch. Der bekannteste ist der Herpes Typ 1-Virus, dieser befällt die Lippen. Insgesamt sind es aber acht verschiedene Typen. Typ 2 zum Beispiel tritt auf den Genitalien auf.

Zahnpasta hilft gegen Fieberbläschen

Richtig. Zumindest jene Zahnpasten mit Menthol. Diese lindern die Symptome und machen sie leichter erträglich.

Eine dauerhafte Heilung ist nicht möglich

Richtig. Bisher ist es nicht gelungen, das Herpes-Virus mit Medikamenten ganz zum Verschwinden zu bringen.

Spezielle Pflaster lindern die Symptome

Richtig. Und sie schützen ein bisschen vor einer Übertragung.

Manche Menschen sind immun

Falsch. Bis zu 90 Prozent aller Menschen sind infiziert. Meist erfolgt die Ansteckung schon vor dem sechsten Lebensjahr. Der Virus schlummert dann im Körper und kann, wenn andere Risikofaktoren dazukommen, immer wieder auftreten, was bei etwas 20 bis 30 Prozent der Menschen auch regelmäßig der Fall ist. Bei einigen Personen treten die Fieberbläschen nie auf, sie können dennoch Überträger sein. Bei anderen treten sie sehr spät auf. Deswegen gilt auch dann ein Kussverbot, wenn man meint, nicht betroffen zu sein. Man kann nie wissen...

Man kann gegen Fieberbläschen nicht vorbeugen

Falsch. Gute Hygiene hilft das Risiko zu mindern. Dazu zählen häufiges Händewaschen, nicht auf die Lippen greifen und sich mit Betroffenen keinen Lippenbalsam oder Gläser teilen. Bei Fieberbläschen gilt: „Küssen verboten".

Während der Regel treten besonders häufig Fieberbläschen auf

Richtig. Hormonelle Veränderungen wie die Periode, Stress, starke Sonnenbelastung oder Verletzungen gelten als Risikofaktoren.

 

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