„Herdprämie“: Kinderbetreuung zu Hause soll besser gefördert werden

In Oberösterreich wird der Bonus für die Kinderbetreuung zu Hause um 200 Euro jährlich angehoben.

Eltern, deren Kinder bis zum Pflichtjahr nicht in den Kindergarten gehen, bekamen bis zuletzt einen Bonus von 700 Euro jährlich. Erstmals seit 2009 wird dieser Betrag nun erhöht. Die von Kritiker*innen gerne als „Herdprämie“ bezeichnete Förderung soll in Oberösterreich auf 900 Euro jährlich und damit 75 Euro monatlich angehoben werden.
Diese Maßnahme des Familienreferenten Manfred Haimbuchner (FPÖ) stößt auf Kritik, weil durch den finanziellen Zuschuss Mütter scheinbar animiert werden, zu Hause zu bleiben (und sich damit in weitere Abhängigkeit des Partners begeben). Haimbuchner sehe die Maßnahme hingegen als eine Möglichkeit „externe“ Betreuung wie etwa Kindersitter*innen zu finanzieren.

Auch Landtagsabgeordneter und Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Freistadt Michael Lindner äußert auf Twitter Kritik: „Das Land OÖ gibt heuer ca. 3,6 Mio. an Förderung aus, wenn man die Kinder bis zum Pflichtjahr nicht in den Kindergärten gibt... mit dem Geld könnte man viele neue Gruppen schaffen, die Nachmittagsgebühren wieder abschaffen, die Gruppenförderungen für Gemeinden erhöhen...“

Rund 4000 Familien beziehen diese Förderung aktuell in Oberösterreich. Erhöht wird sie nun für die Eltern jener Kinder, die nach dem 1. Jänner 2016 geboren wurden und bis zum Eintritt ins Pflichtjahr nicht den Kindergarten besuchen.

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