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Her mit der Marie! Die 6 wichtigsten Gründe, warum Frauen keine Angst vor dem Investieren haben sollten

Finanzbildungsexpertin Nina von Gayl sagt: Frauen müssen finanziell unabhängig sein. Und weiß genau, wie sie das werden. Und bleiben.

Zu wenig Startkapital? Zu viel Risiko? Und vor allem zu wenig Ahnung? Die Gründe, warum Frauen bei den Stichworten Fonds, Investment, Aktien oder gar Vermögensaufbau oft schnell die Scheuklappen anlegen, sind verschieden – gerechtfertigt sind sie aber nie, weiß Nina von Gayl, Finanzbildungsexpertin und verantwortlich für das FLiP, den Erste Financial Life Park. Die WIENERIN hat sie gefragt, wieso Frauen sich oft unnötig viele Gedanken machen und warum Wissen auch in Sachen Geld Macht bedeutet.

WIENERIN: Was sind die größten Hemmungen oder Ängste von Frauen, wenn’s um Investitionen am Kapitalmarkt geht?

Nina von Gayl: Ganz allgemein: Der Risikofaktor ist eine große Hemmschwelle. Der Gedanke, dass man das Geld auch verlieren könnte, ist tief im Bewusstsein verankert. Hinzu kommt, dass Frauen mit dem Thema Wertpapiere oft weniger vertraut sind. Auch das Vorurteil, dass man nur mit großen Summen am Kapitalmarkt investieren kann, hält viele davon ab. Wobei all diese Bedenken zum Teil auch Männer haben.

Eine statistisch erwiesene Tatsache ist hingegen, dass Frauen durchschnittlich weniger Geld zur Verfügung haben (Stichworte Gender Pay Gap, Gender Pension Gap). Dazu kommt sehr häufig noch die "pink tax", also die Tatsache, dass Frauen für bestimmte Dienstleistungen oder Artikel (z.B. Friseur*in, Kosmetikartikel wie Rasierer) mehr bezahlen als Männer. Mit diesem Minus ist es schwer, den Investment Gap zu schließen.

Warum sind die allgemeinen Ängste unbegründet?

Der Kapitalmarkt ist mit Risiko verbunden, das muss jeder*m klar sein. Personen, die sich besser damit auskennen, sind risikoreicheren Anlageprodukten aufgeschlossener. Wichtig ist, sich mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen, um ein stärkeres, finanzielles Selbstbewusstsein und ein besseres Verständnis für die Geldanlage zu bekommen.
Außerdem wichtig: ein langer Anlagezeitraum. Das investierte Kapital sollte man mindestens zehn Jahre lang nicht angreifen. Für einen Notfall muss man einen Notgroschen am Sparbuch haben.

Warum sollten Frauen auf jeden Fall investieren?

Frauen müssen finanziell selbstständig sein und bleiben! Traditionell setzen Frauen eher auf Sicherheit und ihnen geht es grundsätzlich auch nicht um den schnellen Gewinn. Bei einem EZB Inflationsziel von +/- zwei Prozent und einem Leitzins von Null ist der Kaufkraftverlust allerdings offensichtlich. Zurzeit ist die Inflation zwar dramatisch gesunken - sie liegt bei 0,6 Prozent - doch je weiter die Wirtschaft sich erholt, desto mehr wird die Inflation wieder gegen 2 Prozent ansteigen. Wertpapiere sind wichtig, um Vermögen aufzubauen.

Was muss frau in Sachen Vermögensaufbau wissen?

Traditionelle Lösungen sind für den Vermögensaufbau und die Altersvorsorge nicht mehr geeignet. Gerade bei Frauen ist eine langfristige Planung unabdingbar, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen und etwaige Vorsorgelücken, zum Beispiel aus Karenz oder Teilzeitarbeit, zu schließen.
Am Kapitalmarkt kann frau beispielsweise in Aktien, Anleihen, Fonds, ETFS etc. investieren. Dazu gibt unzählige Informationsquellen und die zu nutzen, sollte der erste Schritt sein. Jede muss den für sie richtigen Weg für den eigenen Vermögensaufbau finden, und dabei helfen Information, Neugierde und Wissensaneignung.

Ist es okay, beim Investieren auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen?

Auch hier gilt: Wissen ist Macht. Finanzbildung gibt Sicherheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen und sein Vermögen aufzubauen. Man muss kein*e Expert*in werden, aber grundsätzliche Zusammenhänge zu verstehen, hilft jedenfalls dabei.

Rosa Button mit Schriftzug "Her mit der Marie!" in Weiß

Her mit der Marie! In der gemeinsamen Serie von WIENERIN und Erste Bank gibt Erste Financial Life Park (FLiP) Bildungsexpertin Nina von Gayl Tipps zur finanziellen Vorsorge und erklärt, warum Finanzwissen so wichtig für die wirtschaftliche Unabhängigkeit und Selbstbestimmung von Frauen ist. Damit am Schluss die Marie stimmt!

Teil 1: 6 Gründe, warum Frauen keine Angst vor dem Investieren haben sollten
Teil 2: Wie du mit 30 vorsorgen solltest, damit du mit 60 mehr Geld hast
Teil 3: Kapitalmarkt? Ein Kinderspiel! So findest du heraus, wie finanzfit du wirklich bist

 

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