Heilkraut: Bärlauch

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen. Stimmt! Man muss nur wissen, welches Heilkraut wofür, oder besser gesagt wogegen, eingesetzt werden kann. Dass etwa Bärlauch nicht nur gut schmeckt, zeigen wir Ihnen hier.

Seinen Namen hat der "Bärlauch" aus der Zeit, als in ganz Europa noch Bären in den Wäldern lebten. Damals soll das Liliengewächs deren erste Nahrung nach dem Winterschlaf gewesen sein. Heute ist der Bärlauch hingegen aus dem menschlichen (Frühjahrs-)Speiseplan nicht mehr weg zu denken.

Er wächst vor allem an schattigen, feuchten Standorten sowie Wäldern und ist als aromatische Zutat für viele Speisen verwendbar. Wichtig ist nur, dass er möglichst frisch verarbeitet wird, denn er verliert sehr schnell an Geschmack und auch an seinen wertvollen Inhaltsstoffen.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Bärlauch hat dieselben gesundheitsfördernden Eigenschaften wie Knoblauch, denn er enthält ebenfalls jede Menge des sekundären Pflanzenstoffes Allicin sowie Flavonoide. Diese

  • haben einen günstigen Einfluss auf die Blutfettwerte,
  • unterstützen dadurch Herz und Blutgefäße in Ihrer Funktion und
  • schützen die Blutgefäße

Verwendung und Darreichung

In der Volksmedizin findet die Blätter vorzugsweise Verwendung bei Magen-Darmstörungen, Appetitlosigkeit und Schwächezuständen. Da es die frischen Blätter nur wenige Wochen im Jahr gibt, hat sich der daraus hergestellte Bärlauch-Pflanzensaft als praktische Anwendungsform erwiesen.

Gut zu wissen

Die schlichten Blätter sollten von März bis Mai geerntet werden, weil Bärlauch vor der Blüte (Mai bis Juni) am Besten schmeckt und besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe besitzt.

Aber Achtung: Die Bärlauchblätter sind den äußerst giftigen Blättern sowohl von Maiglöckchen als auch der Herbstzeitlosen sehr ähnlich. Durch Verwechslung kommt es immer wieder zu bedauerlichen Todesfällen. Am einfachsten zu unterscheiden ist Bärlauch durch seinen knoblauchartigen Geruch beim Zerreiben der Blätter.

 

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