Hat man mit Marihuana die besten Orgasmen?

Orgasmen sind super. Aber können sie noch besser werden? Eine neue Studie könnte uns da auf eine Idee bringen.

Orgasmen sind ja eigentlich wie Pizza - selbst wenn sie schlecht sind, sind sie immer noch ziemlich gut. Aber gegen eine köstlichere Pizza oder einen intensiveren Orgasmus hat auch niemand was. Good News gibt es deshalb jetzt von der Saint Louis University: Frauen, die vor dem Sex Marihuana konsumieren, haben mehr als doppelt so oft befriedigende Orgasmen.

Besserer Orgasmus durch Kiffen?

Studie zeigt: Kiffen vor dem Sex macht bessere Orgasmen

Ein Team aus GynkäkologInnen und VerhaltensforscherInnen befragte in einer Studie 373 Frauen zu ihrem Marihuanakonsum und sexuellen Erfahrungen. Die Hälfte der Befragten gab an, regelmäßig Cannabis zu konsumieren.

Die ForscherInnen sprachen mit den Teilnehmerinnen über ihr Verhältnis zu Marihuana und verschiedene "sexuelle Domänen" wie Sexualtrieb, Intensität und Häufigkeit der Orgasmen, Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und allgemeines Empfinden beim Sex. Anschließend verglichen sie die Erfahrungen beim Sex mit und ohne dem Einfluss von Marihuana. Mit berauschenden Ergebnissen: "Von jenen Frauen, die vor dem Sex Marihuana konsumierten, empfanden 68,5 Prozent das sexuelle Erlebnis als befriedigender. 60,6 Prozent berichten von einem erhöhten Sexualtrieb und 52,8 Prozent erlebten intensivere Orgasmen", so die Studie.

Soll man jetzt vor dem Sex einen Joint rauchen?

Natürlich könnte es sein, dass Frauen, die offener mit Drogen experimentieren, auch einen offeneren Umgang mit Sex haben. Dennoch: Andere Studien belegen eine positive Wirkung von Marihuana bei sexuellen Funktionsstörungen. Und die betreffen Frauen genauso wie Männer, auch wenn viel weniger darüber gesprochen wird. Die Studienergebnisse könnten das ändern: "Ein besseres Verständnis des Einflusses von Endocannabinoiden auf Frauen könnte zu besseren Behandlungen für sexuelle Funktionsstörungen bei Frauen führen", folgern die StudienautorInnen. In diesem Feld gebe es ohnehin ein Informationsdefizit.

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