Harry-Potter-Fans sind laut Studie die besseren Menschen

Die Potterheads der Welt wussten es schon lange - jetzt aber wurde es wissenschaftlich bestätigt: Fans der Harry Potter-Reihe sind einfach bessere Menschen.

Harry Potter-Fans haben zwar keine magischen Kräfte, aber sie können sich zumindest einer Sache gewiss sein: sie sind die Besten unter den Muggeln (=Menschen).

Das sagt zumindest eine neue Studie. Der Grund: Harry Potter Fans haben weniger Vorurteile. Das Forschungspapier namens "The greatest magic of Harry Potter: Reducing prejudice" hat sich mit der Frage befasst, ob das Lesen der Bücherreihe die Einstellungen zu stigmatisierten Gruppen (MigrantInnen, Homosexuellen, Geflüchteten) verbessert.

Das Ergebnis: die Identifikation mit Harry Potter und die Ablehnung der negativen Charaktere wie Voldemort und seiner Todesser milderte den Effekt von Vorurteilen bei jungen LeserInnen.

Das kommt für Fans des Bestsellers wahrscheinlich nicht sehr überraschend. Denn Harry Potter ist voll mit liebenswürdigen, aber stigmatisierten Charakteren - und auch mit sehr vorurteilsbehafteten bösen Charakteren.

Harry-Potter-Fans haben weniger Vorurteile

Voldemort und die Todesser haben nicht ohne Grund einige Parallelen zur Zeit des Nationalsozialismus. Wörter wie "Halbblut" sind der rassistischen Sprache der Nazi-Zeit sehr ähnlich. Die Autorin J.K. Rowling sagte das auf ihrer Website auch selbst:

"Die Ausdrücke Reinblut, Halbblut und Muggelgeborene wurden von Menschen geprägt, denen solche Unterscheidungen wichtig sind und sie drücken die Vorurteile von denen aus, die diese Worte verwenden. Geht es nach jemandem wie Lucius Malfoy ist ein muggelgeborener Zauberer genauso schlecht wie ein Muggel. Also ist Harry Potter in seinen Augen nur ein halber Zauberer wegen den Großeltern seiner Mutter. Wenn ihr glaubt, das ist weit hergeholt, dann solltet ihr euch die echten Tabellen der Nazis ansehen, die zwischen Ariern und Juden unterschieden."

Auch Albus Dumbledore sagt in den Romanen: "Euch ist die Reinheit des Blutes viel zu wichtig! Es kommt nicht darauf an, wie ein Mensch geboren wird, sondern was aus ihnen wird."

 

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