Hanfsamen – Wie gesund ist das neue Superfood?

Zu den beliebten Superfoods wie Açaí und Chiasamen gesellen sich nun auch Hanfsamen. Bereits im alten Ägypten und in China war die Hanfpflanze aufgrund der angeblich heilenden Wirkung hochgeschätzt. Doch was macht die kleinen Körner so besonders?

Welche Inhaltsstoffe verbergen sich in Hanfsamen?

Welche Inhaltsstoffe verbergen sich in Hanfsamen?

Heutzutage gibt es ein umfangreiches Angebot an natürlichen Produkten zur Nahrungsergänzung. Der Hanfsamen-Food-Trend gewinnt dabei immer mehr Aufmerksamkeit und ist auf dem besten Weg, konkurrierende Superfoods abzuhängen. Das liegt daran, dass die kleinen runden Körner erwiesenermaßen eine relevante Menge an Vital- und Nährstoffen aufweisen.

Insbesondere die enthaltenen Aminosäuren machen sie zu einem beliebten und vor allem natürlichen Nahrungsergänzungsmittel. Zudem ist der Anteil an Vitamin B1, B2 und Vitamin E sowie Calcium, Magnesium, Kalium und Eisen in den kleinen Samen relativ hoch. Außerdem verstecken sich in dem Superfood die Vitamine A, C und D sowie die gesunden Fettsäuren Omega-3 und Omega-6. Obendrein sind die Samen kohlenhydratarm und lediglich reich an Proteinen und gesunden Fetten.

Nährwerte Hanfsamen pro 100 g:

Brennwert: 640 kcal

Eiweiß: 30 g

Kohlenhydrate: 2 g

Fett: 56 g

Ballaststoffe: 4 g

Aufgrund des hohen Proteingehalts eignen sich Hanfsamen optimal als Topping eines eiweißreichen Müslis, Joghurts oder Shakes. Gerade Sportler*innen können für den Muskelaufbau von dem Superfood profitieren und dieses in ihren Speiseplan aufnehmen.

Auch der geringe Kohlenhydratanteil kann sich positiv auf die Blut- und Leberwerte auswirken. Grundsätzlich neigen wir dazu, kohlenhydrathaltige Lebensmittel zu verzehren. Der Körper wandelt dies in Zucker um, was sich wiederum schlecht auf die Gesundheit auswirken kann.

Der hohe Fettanteil mag zunächst erschreckend wirken – ist es jedoch überhaupt nicht. Hierbei handelt es sich um gesunde Fette, sogenannte „ungesättigte Fettsäuren”. Diese sind lebensnotwendig und sollen unter anderem zur Zellerneuerung sowie zum generellen Wohlbefinden beitragen.

Ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hanfsamen füllen den Magen und generieren so ein erhöhtes Sättigungsgefühl, ohne dass es sich auf den Energiegehalt der Nahrung auswirkt. Außerdem sollen Ballaststoffe die Verdauung ankurbeln und somit Verstopfungen verhindern.

Kann der Verzehr von Hanfsamen Krankheiten vorbeugen?

Die in Hanfsamen enthaltenen Antioxidantien sollen dabei helfen, zell- und gewebsschädigende Moleküle im Körper zu bekämpfen. Durch diesen Effekt sollen unter anderem der Alterungsprozess verlangsamt sowie die Entstehung der unterschiedlichsten Erkrankungen verhindert werden. Außerdem wird angenommen, dass die in Hanfsamen enthaltenen Nährstoffe das Immunsystem stärken und so die Zellen vor einer Entartung schützen sollen.

Ebenso sind Verfechter der heilenden Wirkung von Hanfsamen der Ansicht, dass die Einnahme chronischen Entzündungskrankheiten wie Arthritis, Diabetes, Multiple Sklerose und Krebs vorbeugen soll.

In der Tat enthalten Hanfsamen eine sogenannte Gamma-Linolensäure, welche die Ausschüttung entzündungsfördernder Stoffe im Körper hemmen soll.

Wirkt der Verzehr von Hanfsamen bewusstseinserweiternd?

Viele bringen mit Hanf direkt das Klischee des marihuanarauchenden Hippies in Verbindung. Doch das ist es überhaupt nicht. Lediglich die weibliche Hanfpflanze produziert Blüten, die THC enthalten und somit „high” machen. Hanfsamen hingegen enthalten von Natur aus weder Cannabinoide (CBD) noch Tetrahydrocannabinol (THC).

Grundsätzlich können jedoch beim Ernten der Samen Spuren von THC und CBD von den Blättern und Blüten der Pflanzen auf die Hanfsamen übergehen. Das sind dann jedoch so verschwindend geringe Mengen, dass es weder messbar ist noch irgendeine Auswirkung auf den Körper hat.

Wie kann man Hanfsamen in den Speiseplan integrieren?

Wie man Hanfsamen verzehrt, ist letztendlich jedem selbst überlassen. Man sollte lediglich darauf achten, dass nur geschälte Hanfsamen zum Verzehr geeignet sind und man diese nicht über 180 Grad Celsius erhitzen sollte, um die wichtigen Nährstoffe zu erhalten.

Am häufigsten werden die kleinen Körner Müsli, Salaten, Pastagerichten, Suppen, Joghurt oder Smoothies beigemischt – ganz nach Geschmack.

Ob und inwiefern sich der Verzehr von Hanfsamen nun auf die eigene Gesundheit auswirken kann, sollte man bei seinem Arzt des Vertrauens erfragen. Jedoch sprechen die Nährwerte der Hanfsamen auf jeden Fall dafür, dass sie gesund sind und dem Körper wichtige Nährstoffe liefern.

 

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