Halloween: Pinterest geht aktiv gegen rassistische Kostüme vor

Alljährlich holen sich zahlreiche Menschen Inspiration für ihre Halloween-Verkleidungen auf Pinterest. Um 'cultural appropriation' entgegenzuwirken, verbannt die Plattform ab sofort kulturell unangemessene Kostüme.

Frau geschminkt

Halloween steht vor der Tür. Obwohl die Umstände für Halloweenpartys dieses Jahr alles andere als ideal sind, lassen sich User*innen auch heuer auf der sozialen Plattform Pinterest inspirieren. Gerade Suchanfragen wie "Halloween-Gartenparty" oder "Halloween Vorgarten-Deko" stehen hoch im Kurs. Aber auch die Nachfrage nach Verkleidungen, speziell Kostümen mit Masken, ist groß. Was Verkleidungen betrifft, hat sich Pinterest heuer einige Neuerungen überlegt, um Rassismus und Stereotypisierung entgegenzuwirken.

"Kulturen sind keine Kostüme"

Seit einigen Jahren taucht das Schlagwort 'cultural appropriation', also kulturelle Aneignung, gerade im Zusammenhang mit Halloween- und Faschingskostümen immer wieder auf. Das Bewusstsein für unsensible Verkleidungen, die Stereotype reproduzieren, kulturelle Ursprünge ignorieren oder gar ins Lächerliche ziehen, scheint allgemein zu steigen.

Mehr und mehr Menschen verstehen, dass es etwa nicht in Ordnung ist, wenn sich weiße Personen als "Afrikaner*in" oder "Chinese*Chinesin" verkleiden, da sie auf diese Weise zu Stereotypisierung beitragen und Rassismuserfahrungen ignorieren. Schließlich können People of Color Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen nicht einfach wie eine Perücke ablegen.

Dennoch gibt es nach wie vor viele Leute, die zu unsensiblen, oftmals gar rassistischen Kostümen greifen. Die Plattform Pinterest möchte dazu beitragen, über kulturelle Aneignung aufzuklären und User*innen nur noch adäquate Kostümideen vorzuschlagen, ganz nach dem Motto "Kulturen sind keine Kostüme."

Pinterest Seite

Maßnahmen gegen kulturelle Aneignung

Pinterest verbietet nun sämtliche Ads mit kulturell unangemessenen Kostümen und ermöglicht Nutzer*innen, kulturell unsensible Inhalte direkt von den betreffenden Pins aus zu melden. Darüber hinaus beschränkt die Plattform Empfehlungen für Kostüme, die sich andere Kulturen aneignen.

Auch wird bei bestimmten Suchanfragen - wie etwa "Tag der Toten-Kostüme" - ein Pin mit Informationen an erster Stelle der Ergebnisse angezeigt. Dessen Inhalte sind von der eigenen Pinterest-Mitarbeitergruppe PIndigenous und Expert*innen wie Dr. Adrienne Keene kuratierte Informationen darüber, wie respektvolles Feiern gelingt.

 

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