Hairy-Tales: Brauen

Augenbrauen fungieren als Zierde, aber auch als Schutz und Kommunikationsmittel. Die Make-up Mode stellte die Härchen in den letzten Saisonen ins Rampenlicht. Und das passiert nicht zum ersten Mal. Gerade im asiatischen Raum legte man auf die rahmengebenden Brauen immer großen Wert - genau diesem Thema widmen wir uns hier.

Augenbrauen sind nicht nur Stilmittel, sondern auch Ausdruck von Kulturen und deren unterschiedlichen Schönheitsidealen. Strömungen und Geschichte ist also hier wortwörtlich von den Augen ablesbar. Und genau dieser History, der der Brauen, steht hier im Fokus. Schauplatz ist Japan, denn dort gab die Braue schon immer einen wichtigen Trend-Parameter vor.

Shiseido-Brauen-Geschichte

Zier und Zwang:

Die perfekte Braue zu kreieren stand in Japan immer an wichtigster Stelle. Statt sich diese jedoch auf natürlichem Wege zu "erarbeiten" war jedoch im 8. Jahrhundert nicht erwünscht.

Die Adelsfrauen der Gesellschaft bedienten sich hierzu einer anderen Methode: sie entfernten die Härchen komplett und zeichneten stattdessen einen kunstvollen, künstlichen Bogen. Name dieses Trends war "Hikimayu".

Dieser zog sich bis in das 12. Jahrhundert, wo er seinen ultimativen Höhepunkt erreichte. Das Schönheitsideal gab vor aufwendige Kostüme, überlange Haare und aufgemalte Augenbrauen in wolkenähnlichen Ovalen hoch auf der Stirn zu tragen.

Der Grund dafür war eher ein gesellschaftlicher, als ein stilistischer: Denn genau so gelang es der weiblichen Elite ihre Gefühle bestmöglich zu verstecken und sich nicht "zu verraten" - wem auch immer.

Die Edo-Zeit:

Während des wirtschaftlichen Wachstums im 17. und 18. Jahrhundert herrschte eine strenge soziale Ordnung. Auch die Form und Tragweise der Augenbrauen unterlag bestimmten Regeln. Je nach Ausdehnung und Form ließ die Braue auf Alter und Sozialstand der Dame, war sie verheiratet oder ledig, schließen.

Das Rasieren der Brauen wurde zum immer signifikanteren Ritual, denn im Rahmen der Hochzeitszeremonie wurden der Braut ihre Brauen entfernt. Und auch erst nach der Geburt des ersten Kindes durften wieder Haare wachsen.

Ende der Isolation:

Im 19. Jahrhundert öffnete sich Japan langsam wieder dem Rest der Welt und so änderte sich auch der Trend um die Brauen zusehens. Die japanischen Frauen durften endlich wieder ihre eigenen Brauen tragen, an der minutiösen Pflege und dem perfektionistischem Design hielt man jedoch weiterhin fest.

Es wurde gezupft, geschnitten, gekämmt und perfektioniert. All diese dafür benötigten Tools wie Scheren, Kämme und Pinzetten wurden damals schon von der Beauty-Marke Shiseido produziert und werden heute noch hergestellt und verkauft.

Stumm, aber nicht sprachlos:

Das 20. Jahrhundert brachte so einige Änderungen mit sich. Eine der größten Innovationen war der Stummfilm. Einmal mehr rückte die Wichtigkeit der Mimik und mit ihr, die Wichtigkeit der Brauen, in den Fokus der Gesellschaft.

Um sich daher vor der Kamera ins rechte Licht zu rücken, setzten Leinwandgöttinnen alles daran ihre Brauen bestmöglich zu inszenieren: sie zupften sie dünn, bemalten sie dunkel und definierten sie mit Vaseline oder Olivenöl.

Auch hier war Shiseido Vorreiter und bot ab den 30er Jahren speziell entwickelte Produkte wie Brauentinte, -paste, oder -puder an.

Damals und heute:

Heute darf man, so es die Mode zulässt, seine Brauen tragen wie man möchte. Doch fest steht, dass es immer mehr Trends in diesem Bereich gibt.

Dick-Page-Shiseiod-Artist-Make-up

Der Profi, Shiseido Artistic Director Dick Page, verrät warum die Braue an ihrer Wichtigkeit nichts verloren hat:

"Augenbrauen bilden den Rahmen für Ihre Augen - betrachtet man ein Bild in unterschiedlichen Rahmen, verändert dies seine Wirkung daramatisch - so ist es auch mit den Augenbrauen.
von Dick Page, Shiseido Artistic Director

Bei den Formen ist man heute flexibel, man braucht auch nur mehr wenige Tools, um die Braue zu gestalten:

Tools
  • Eine Schere zum kürzen eventuell abstehender, störender Härchen oder transparentes Brauengel zur Fixierung der Brauenform:
    von Catrice über Ottoum € 2,99,
    gleich hier shoppen.
  • Brauenpuder und -Stift zur farblichen Akzentuierung (siehe Shiseido) sowie, zur Erleichterung Brauenzeichnung, Brauenschablonen:
    Von Artdeco über Douglas.de um € 5,95,
    gleich hier shoppen.
Shiseido

Eyebrow-Pencil zur Akzentuierung oder zum Füllen von Haarlücken in Form fein gesetzter Striche in diversen Nuancen um ca. € 20,50. Eyebrow Styling Compact-Puder für ein besonders natürliches Brow-Finish in zwei Nuancen um ca € 34,-. Alles von Shiseido.

 

Aktuell