Hagebutten pflanzen

Einen zweiten Frühling gönnen sich die Hundsrosen im Herbst. Dann bilden sich aus ihren verwelkten Blüten Hagebutten, die mit ihren leuchtend roten Schalen ein toller Farbtupfer im herbstlichen Garten und noch dazu echte Vitaminbomben sind.

Bei der Hagebutte handelt es sich um eine Rosenbeere, die bei verschiedenen Rosenarten zu finden ist. Spricht man von Hagebutten, ist meist von jenen der Hunds-/Heckenrose die Rede. Diese zählt zu den sehr genügsamen Pflanzen und wird dank ihres dichten Zweiggeflechts gerne als Sichtschutz gesetzt.

Die Pflanze kann bis zu fünf Meter hoch werden und trägt im Frühjahr und Sommer weiße bis zartrosa Blüten. Sind diese verwelkt, bilden sich aus ihnen Hagebutten. Deren Name setzt sich aus dem mittelhochdeutschem Wort "Hag" für "dichtes Gebüsch/Hecke" und "Butte" für "Gefäß" zusammen. Letzteres rührt daher, dass die Hagebutte eine Sammelfrucht ist, in deren Inneren sich zahlreiche kleine Nüsschen befinden.

Im Rohzustand verfügt die Hagebutte über einen hohen Vitamin C-Gehalt, der sogar jenen von Zitronen übertrifft. Wer sich die wohltuenden Eigenschaften der Hagebutte einverleiben möchte, sollte die Heckenrose an einem sonnigen Platz mit nährstoffreichem Boden setzen und ein Mal pro Jahr kräftig zurückschneiden.

Setzt man die winterharten Heckenrosen im Herbst, damit sie bis zum Frühling gut eingewurzelt sind. Wer gar nicht genug von der Hundsrose bekommen kann und sie vermehren möchte, kann dies durch die Abteilung der Wurzelausläufer. Geduldigere Gärtner können die Pflanze auch durch Aussaat vermehren, müssen aber dann bis zu zwei Jahre auf die erste Hagebuttenernte warten.

Die Nüsschen der Hagebutte haben Widerhaken, die Juckreiz auslösen können. Daher sollte man Einweghandschuhe tragen, wenn man Hagebutten verarbeitet. Hagebutten lassen sich nicht nur zu Tee, sondern auch zu Mus und Marmelade, Suppen und Säften verarbeiten.
 

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