Haare kämmen: 5 Fehler, die fast jede*r macht

Dein Haar ist brüchig? Es glänzt nicht? Du hast Schuppen? Dann kämmst du es wahrscheinlich nicht richtig.

Wie man sich richtig die Haare kämmt

Bürste ins Haar, Strähne für Strähne runterziehen, fertig! So gehen die meisten vor. Und machen sich dabei keinerlei Gedanken, was sie ihrem Haar eigentlich antun. Kämmen ist eine echte Strapaze. Vor allem trockenes oder coloriertes Haar wird brüchig und stumpf, wenn man es beim Bürsten nicht richtig behandelt.

Wie du deine Haare richtig kämmst:

Fehler 1: Zu häufig kämmen

100 Bürstenstriche pro Tag. So hat es Großmutter gepredigt. Leider lag sie damit falsch. Wichtiger als die Quantität ist nämlich die Qualität des Bürstens. Wer einfach nur viel und häufig mit Kamm oder Bürste durch die Haare fährt, kann die Strähnen damit unnötig strapazieren. Trockenheit, eine raue und damit glanzlose Oberfläche sowie Frizz sind mögliche Folgen. Daher gilt: Sobald die Längen und Spitzen entwirrt sind, wurde genug gekämmt.

Fehler 2: Nasses Haar bürsten

Wet hair is week hair.Oder um es auf deutsch zu sagen: Nasses Haar ist super sensibel. Die Oberfläche ist aufgequollen, Feuchtigkeit kann aus den Poren entweichen und das Haar anfällig für Haarbruch machen. Schroffe Bürstenstriche setzen ihm jetzt richtig zu. Nasses Haar sollte daher niemals mit einer Bürste, sondern immer nur mit einem grobzackigen Kamm behandelt werden. Plastik- oder Holzkämme eignen sich besser als harte Metallkämme. Achtet unbedingt auch darauf, dass der Kamm keine scharfen Kanten hat. Und wieder gilt: Kämmt die Haare nur bis sie entwirrt sind. Je weniger man kämmt, desto besser.

Fehler 3: Kopfhaut vergessen

Die Längen und Spitzen werden gehegt und gepflegt. Die Kopfhaut wird dagegen oft vergessen. Mögliche Folgen: Jucken, Schuppen und Trockenheit. Das Bürsten der Kopfhaut ist wichtig, um Talg gleichmäßig zu verteilen und die Haut damit auf natürliche Wiese zu pflegen. Talg ist Hautfett, welches vor Austrocknung, aber auch vor dem Eindringen von Bakterien bewahrt. Regelmäßige, sanfte(!) Bürstenstriche über die Kopfhaut, ebenso wie kurze Massagen, halten die Talgproduktion aktiv und gesund.

Fehler 4: Kämmen ohne Pflege

Elektrische Haare entstehen, wenn eine besonders trockene Haarstruktur einer massiven Reibung ausgesetzt ist. Was hilft: Conditioner und Wasser im Verhältnis 5:1 in eine kleine Sprühflasche füllen, gut schütteln und die Haare damit vor dem Kämmen gleichmäßig besprühen. Um statische Aufladung zu vermeiden, sollte außerdem ein grobzackiger Kamm aus Naturmaterialien (Holz oder Bambus) verwendet werden.

Fehler 5: Falsche Bürste verwenden

Bürste ist nicht gleich Bürste. Welche Bürste für welches Haar geeignet ist, hängt davon ab, wie gesund und robust die Haarstruktur ist. Wer auf Nummer sicher gehen, arbeitet mit verschiedenen Bürsten. Zum Entwirren der Längen empfiehlt sich ein breiter Zackenkamm aus Plastik für nasses Haar. Im trockenen Zustand arbeiten Tangle Teezer besonders schonend. Eine Bürste aus weichen Naturborsten, die mit kurzen Kunststoffborsten gespickt sind, eignen sich perfekt zum Bürsten und Massieren der Kopfhaut. Ansonsten gilt: Nicht nur die Bürste entscheidet, sondern vor allem die Art, wie man sie verwendet.

 

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