Grüne Festivals

Einige Events setzen immer mehr aufs Feiern mit gutem Gewissen. Statt "Sex, Drugs und Rock´n Roll" geht der Trend hin zu "öko, regional und nachhaltig". Das freut nicht nur Mutter Natur. Wir stellen einige Festivals mit Öko-Konzept vor.

Auf dem Gelände des AKW Zwentendorf darf zwischen 30. Mai und 2. Juni 2013 wieder gerockt werden: Beim 2. GLOBAL 2000 TOMORROW FESTIVAL wird ausgelassen getanzt, gefeiert, die Nächte zu Tagen gemacht. Klingt nach einem ganz gewöhnlichen Festival? Ist es auch, doch es ist auch ein "Green Festival".

Festivals feiern aber bitte

Um Plastik-Müllberge zu vermeiden trinkt man aus Mehrwegbecher; statt Fast Food wird Bio-Kost angeboten; damit nicht jede(r) mit dem Auto anreisen muss, wird ein gratis-Shuttle aus Wien genauso angeboten wie kostenlose Bahntickets und der Strom entsteht durch Photovoltaik: Das sind nur ein paar Punkte, die dazu beitragen, das Fest grüner gestalten. Schließlich soll das Tomorrow Festival als erstes in Österreich mit dem Gütesiegel, dem „österreichischen Umweltzeichen“, zertifiziert werden.

Mit diesen Ansätzen ist das Tomorrow Festival nicht allein: Immer mehr Musikevents - von Großen wie dem Frequency bis zu Kleineren wie demOttensheim open Air - versuchen, den "CO2-Fußabdruck einer Kleinstadt" zu vermeiden, wie Jacob Bilabel in einem Interview meint. Er ist Gründer derGreen Music Initiative, einer Plattform zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche.

Fahrradpower

An den ökologischen Möglichkeiten scheitert es jedenfalls nicht: Die österreichische Initiative Bike it On zum Beispiel produziert Strom für Events und Veranstaltungen - durch Fahrradfahren. Was im Kleinen funktioniert, das klappt auch im Großen, wie beim Melt! Festival 2011 gezeigt wurde, als eine Bühne für 400 Leute durch Fahrräder mit Strom versorgt wurde.

Dabei ist es nicht nur Umweltbewusstsein, das Festivals zum Umdenken anregt. Es hat auch einen finanziellen Grund, denn eine Bühne, die mit LED betrieben wird, spart Strom und somit Kosten. Je weniger Müll aufkommt, desto weniger muss man für eine Entsorgung zahlen - solche Rechnungen überzeugen.

Müllvermeidung, der Einsatz von alternativen Energien und so fort, diese Maßnahmen werden belohnt: Besonders ökologische Events werden seit 2007 zum Beispiel mit dem Greener Festival-Award oder dem Green´n´clean Awardausgezeichnet. Nicht zu vergessen, dass sich auch immer mehr KünstlerInnen - wie SEEED oder Sportfreunde Stiller - die Festivals nach ökologischen Kriterien aussuchen, auf denen sie auftreten. Und das, das kommt nicht nur der Umwelt, sondern auch uns BesucherInnen zugute...

Einige andere grüne Festivals in Europa sind:

 

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