Großeltern schlecht für Gesundheit ihrer Enkel

Süßigkeiten ohne Ende, Rauchen vor den Kindern und wenig Bewegung: Großeltern haben mehr Einfluss auf ihre Enkel als man annimmt, erklärt eine Studie.

Nachgiebige Großeltern können einen negativen Einfluss auf die Gesundheit ihrer Enkelkinder haben. Das veröffentlichten WissenschafterInnen der Universität Glasgow in einer Studie im PLOS One Journal.

Der Grund: Oma und Opa neigen dazu, die Kinder zu verwöhnen und zu überfüttern.

Außerdem sei es in der Großeltern-Generation hie und da auch nach wie vor üblich, im Beisein von Kindern zu rauchen und nicht auf deren ausreichende Bewegung zu achten.

Naschereien als Trost oder Belohnung

Die WissenschafterInnen werteten Daten aus 56 Studien und 18 Ländern aus, einschließlich Großbritannien, die USA, China und Japan.
Der Bericht bezog sich auf den möglichen Einfluss jener Großeltern, die wichtige, aber nicht Hauptbezugspersonen der Kinder in deren ersten Lebensjahren sind, und betrachtete drei Schlüsselfaktoren:

1. Ernährung und Gewicht
2. körperliche Betätigung
3. Rauchen

Im Bereich Ernährung und Gewicht hat das Verhalten der Großeltern den ForscherInnen zufolge einen negativen Effekt, denn sie seien nachgiebig, schlecht informiert, was gesunde Nahrungsmittel betreffe, und würden Essen viel zu oft emotionalisieren, etwa als Trostmittel oder Belohnung.

Die Eltern würden sich wiederum schwer tun, Oma und Opa zu korrigieren, seien sie doch auf deren Unterstützung bei der Kinderbetreuung angewiesen.

Verwöhnen mit den besten Absichten

Eines sei laut Studienleiterin Dr. Stephanie Chambers aber jedenfalls klar: "Die Untersuchungsergebnisse zeigen zwar deutlich, dass Verhaltensweisen wie Rauchen vor den Kindern oder ständige Süßigkeiten das Krebsrisiko beim Heranwachsen der Kinder erhöhen - aber es ist auch klar, dass diese Risiken nachweislich nicht mit Vorsatz gesteigert werden."

 

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