Großeltern, die oft babysitten, leben länger

Wer einen guten Grund braucht, Oma und Opa wiedermal für eine Runde Babysitting einzuspannen - bitteschön.

Sofern sie gesundheitlich in der Lage sind und in der Nähe wohnen, verbringen Großeltern gerne Zeit mit ihren Enkelkindern - eine neue Studie zeigt, das diese Tatsache sich sogar positiv auf die Lebensdauer von Oma und Opa auswirkt.

Positive Auswirkungen auf Stress-Level

Die Berliner Altersstudie (BASE) hat herausgefunden, dass Großeltern, die oft auf ihre EnkelInnen aufpassen, länger leben als jene, die das nicht tun. (Kein Grund also mehr für ein schlechtes Gewissen, wenn man die G'schroppn bei Oma und Opa parkt, um endlich wieder mal einen Nachmittag auf der Couch verbringen zu können!).

Die Studie hat 500 Senioren im Alter von 70+ begleitet. Es hat sich gezeigt, dass jene, die Zeit mit Kindern verbrachten, wesentlich aktiver waren und ein geringeres Stress-Level aufwiesen. Ein Verwandtschaftsverhältnis ist dafür im Übrigen nicht zwingend nötig: Die WissenschafterInnen geben an, dass es grundsätzlich um Zeit mit Kindern handle, es müssten nicht die eigenen Enkelkinder sein.

Regt Gehirnfunktion und Erinnerungsvermögen an

Eine australische Studie hat zu Beginn des Jahres bewiesen, dass moderate Zeit mit Kindern sogar Alzheimer vorbeugen kann, weil sie Gehirnfunktion und insbesondere Erinnerung ("Nicht schon wieder die alten Geschichten, Opa!") anregt.

Wichtig ist dabei das Wort "moderat": Denn Dr. Ronan Factora von der Cleveland Clinic für Geriatrie zufolge, altern ältere Menschen schneller, wenn sie etwa die alleinige Obsorge für ein Kind haben. Diese würde zu übermäßigem Stress führen, der bei Älteren rasch negative Auswirkungen auf die Gesundheit habe.

 

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