Grenzen setzen

Sagen Sie Ja, wenn Sie eigentlich Nein meinen? Erzählen Sie mehr über sich, als Ihnen lieb ist? Oder fühlen Sie sich gar schon energetisch angezapft von Ihrer Umwelt? So grenzen Sie sich ab!

Umschalten auf Energiesparmodus


B. ist bekannt dafür, gesellig und unterhaltsam zu sein. Bei der Party ebenso wie im Arbeitsteam. Sie hat Humor und immer ein offenes Ohr für die anderen. Was keiner weiß: Wie sehr sie das alles auslaugt. Dass sie sich verkriechen muss, allein sein muss, phasenweise beinahe soziophobische Züge entwickelt, weil ihr das alles zu viel ist. Ein Teufelskreis der Extreme.

Abhilfe? Gibt's. Nämlich durch Positionswechsel.

In Besprechungen etwa einmal die

* erste Position spüren - wie fühle ich mich gerade (eigene Bedürfnisse)? -, dann

* die 2. Position - wie fühlt sich der andere gerade (echtes Interesse)? - und dann

* die 3. Position - wie stellt sich die gesamte Situation dar (entspannen durch Beobachten)? Dadurch verändert sich immer wieder der Blickwinkel und die Richtung der Energie.

Mit anderen sein und doch bei sich bleiben


Kennt man. Eine Freundin erzählt von ihren Beziehungsproblemen. Immer wieder. Wochenlang. Man hat schon richtig Angst, das Telefon abzuheben, wenn ihre Nummer am Display aufscheint.
Weil es einem nach jedem Gespräch selbst ganz schlecht geht. Was passiert hier? Die negativen Gefühle werden ungefiltert übernommen. Die zuhörende Person fällt sozusagen in die Welt des anderen hinein. Und das hat mit echter Aufmerksamkeit oder Einfühlungsvermögen nichts zu tun.

Was tun? Mental verwurzeln, um bei sich zu bleiben.

Stellen Sie sich vor, aus Ihren Füßen wachsen Wurzeln tief in den Boden hinein. Spüren Sie, wie fest verankert Sie an dem Ort sind, an dem Sie sich gerade befinden. So können Sie bei sich bleiben und trotzdem zuhören.

Bücher zum Thema:

Wer Grenzen zieht, kann Wege öffnen.
Bernhard Moestl
Droemer/Knaur

30 Minuten für den Umgang mit schwierigen Chefs
Rolf Meier
Gabal
 

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