Greenpeace findet Gift in WM-Kollektionen

Adidas, Nike und Puma scheinen sich auf die Fußball-WM nicht optimal vorbereitet zu haben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Organisation Greenpeace. Dabei können die Unternehmen anlässlich des Großereignisses mit Rekordumsätzen rechnen: Allein die beiden Marken Adidas und Nike verfügen gemeinsam
über einen 80-prozentigen Anteil am Markt für Fußball-
produkte.

Sportartikel-Hersteller sind Teil der Detox-Kampagne

Die Studie fällt insofern enttäuschend aus, als dass die drei Sportartikel-Hersteller, die jetzt getestet wurden, 2011, als Greenpeace seine Detox-Kampagne zur Abschaffung giftiger Chemikalien startete, neben 17 anderen Textilunternehmen zugesagt hatten, den Einsatz giftiger Chemikalien zu eliminieren.

Was wurde getestet?

33 Produkte aus den aktuellen WM-Kollektionen - vom Fußballschuh bis zum Tortwarthandschuh - wurden in 16 Ländern gekauft und von unabhängigen Laboren getestet. Sie wiesen Belastungen mit dem gesundheitsschädlichen Nonylphenolen (NPE) oder auch perfluorierten Chemikalien auf: NPE befand sich im offiziellen Spielball der Fußball-WM 2014, in 16 von 21 Paar Fußballschuhen, in zwei von vier Paar Torwarthandschuhen und in einem
von sieben T-Shirts.

Negative Spitzenreiter-Produkte

Insbesondere der Adidas-Fußballschuh "Predator" kam schlecht weg. Er kam auf einen Spitzenwert von 14,5 Mikrogramm an giftiger Perfluoroctansäure (PFOA) pro Quadratmeter. Und auch der untersuchte Adidas-WM-Ball "Brazuca", den das Unternehmen im Dezember in Rio de Janeiro vorgestellt hatte, enthielt pro Kilo 20 Milligramm der hormonell wirksamen Nonylphenole.

Greenpeace erhofft sich nun, die Unternehmen und die Öffentlichkeit im Zuge des WM-Rummels rechtzeitig an die Richtlinien des 2011 beschlossenen Detox-Programmes zu erinnern.

 

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