Greenpeace erhebt schwere Vorwürfe gegen Nutella

Ihre Fans essen sie löffelweise, Greenpeace hält jedoch wenig von ihr: Denn für die Nuss-Nougat-Creme von Ferrero werden der Umweltschutzorganisation zufolge Natur und Menschen ausgebeutet.

Greenpeace kritisiert allen voran drei Punkte in Zusammenhang mit der Herstellung von Nutella: Kinderarbeit, Menschenhandel und die Entwaldung Malaysias.

Die Haselnüsse für die Creme bezieht Ferrero laut eigenen Angaben aus der Türkei. Das Land stellt 76 Prozent der gesamten Welthaselnussproduktion, das größte Problem dabei: Etwa 400.000 Kinder zwischen 6 und 17 Jahren müssen dafür in der Landwirtschaft arbeiten.

Den Kakao bezieht Ferrero aus Ghana, Nigeria, Ecuador und von der Elfenbeinküste - auch in diesen Ländern werden Jungen und Mädchen unter "sklavereiähnlichen Bedingungen" beschäftigt, wie das Greenpeace Magazin ausführt.

Das Palmöl für die Nutella wird in Malaysia produziert, laut Ferrero aus nachhaltigem Anbau. Greenpeace zweifelt diese Angaben an, denn "die Ausbreitung der Palmölproduktion ist die wichtigste Ursache für die Entwaldung" des Landes.

Ferrero hat sich nun zu den Vorwürfen geäußert, berichtet die Huffington Post: Der Artikel von Greenpeace gebe nur einen Ausschnitt der Gesamtsituation wieder, das Unternehmen weist weiter daraufhin, dass es selbst sogar mit Greenpeace zusammenarbeite und von der Umweltschutzorganisation auch schon für seine vorbildliche Palmöl-Politik gelobt worden sei. 2013 habe man deshalb auch bei der "Palm Oil Scorecard" des WWF die Höchstpunktezahl erreicht.

Auch der Bezug von Kakao und Haselnüssen werde verantwortungsbewusst gehandhabt, Ferrero setzte im Rahmen des "Ferrero Farming Values Programmes" entsprechende Projekte um, um die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bauern zu verbessern.

 

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