Great Barrier Reef wird sich nicht mehr erholen

Es sieht nicht gut aus für das größte Korallenriff der Welt: ForscherInnen zufolge könnten die Schäden durch Meeresverschmutzung und Klimawandel das Riff irreparabel zerstört haben.

Der größte Feind des Riffs an der australischen Nord-Ost-Küste: Die Korallenbleiche. Korallen sind lebende Organismen, die Bleiche führt zum Farbverlust und letztlich zum Absterben der Korallenstöcke. In den Jahren 2015 und 2016 waren insgesamt zwei Drittel des gesamten Riffs von der Bleiche betroffen, das sind 1500 Kilometer. Professor Terry Hughes von der James-Cook-Universität im australischen Townsville meinte in einer Pressekonferenz zum Zustand des UNESCO-Weltkulturerbes: "Es gibt kaum noch Chance auf Erholung."

Korallenbleiche als Hauptgrund für Zerstörung

Die Bleiche bedeute nicht automatisch das Absterben der Korallen, allerdings hätte das Riff durch die fehlende Erholungszeit und auf Grund des langsamen Korallenwachstums kaum Chance, sich zu regenerieren.

Als Grund für die Korallenbleiche wird die erhöhte Meerestemperatur vermutet: In den Gewässern um Australien lag diese um bis zu vier Grad höher als gewöhnlich. Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in Symbiose leben - ist die Wassertemperatur zu hoch, werden die Algen giftig, die Korallen stoßen sie ab und verlieren ihre Farbe.

 

Aktuell