Grazer ForscherInnen enthüllen: Junk-Food-Konsum führt zu Depressionen

Finger weg von fettreicher Ernährung, warnen Forscher. Die ist nicht nur ungesund, sondern kann auch unserem psychischem Wohlbefinden schaden.

Dass Burger, Hot-Dogs und Tiefkühlpizza nicht gerade die beste Ernährung sind, wissen wir alle. Was nun aber WissenschaftlerInnen der Med-Uni Graz herausgefunden haben, stellt Junk-Foods unter ein viel schlechteres Licht. In der Studie fanden die ForscherInnen nämlich heraus, dass Pommes Frites und Co. nicht nur ungesund sind - sondern auch depressiv machen.

Fettreiche Ernährung beeinflusst Psyche

Grund für die erhöhte Depressionsgefahr sind so genannte Mikrobiome im Darm, die sich den ForscherInnen der Med-Uni Graz zufolge auch auf unsere Psyche auswirken. Ernährt man sich besonders fettreich, wird durch die Mikrobiomveränderungen die Entwicklung einer Depression beeinflusst.

Die negativen Auswirkungen der fettreichen Ernährung konnten die WissenschaftlerInnen nach Experimenten an Mäusen feststellen: Mäuse, die auf "Fett-Diät" gesetzt wurden, nahmen nicht nur deutlich zu, sondern zeigten nach acht Wochen auch Verhaltensänderungen. Die Tiere zeigten weniger Interesse an Interaktion mit ihren Artgenossen, vernachlässigten ihre Fellpflege und hatten wenig Lust auf zuckerhaltiges Wasser - laut den ForscherInnen alles Anzeichen für eine Depression bei Mäusen.

Was genau in der fettreichen Ernährung das depressive Verhalten hervorgerufen hat, wissen die ForscherInnen noch nicht. Viele Fragen rund um die Zusammenhänge zwischen Psyche und Ernährung seien noch zu klären, erklärt das Forscher-Team.

Trotzdem sind sich die WissenschaftlerInnen einig, dass von einer fettreichen Ernährung Abstand zu nehmen ist. „Vielen sind die Gesundheitsfolgen einer sehr fettreichen Ernährung bekannt, doch nicht nur der Körper leidet an zu viel Fett, sondern auch der Geist“, betont Peter Holzer vom Otto-Loewi Forschungszentrum an der Med-Uni Graz.

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