Goth-Jugendliche anfälliger für Depressionen

Junge Menschen aus der Goth-Subkultur sind anfälliger für Depressionen, zeigt eine großangelegte Studie aus Großbritannien.

Junge Menschen aus der Gothic-Szene haben ein dreimal höheres Risiko, an einer Depression zu erkranken als andere Teenager. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die im Fachmagazin "The Lancet Psychiatry" veröffentlicht wurde.

Dazu befragten die StudienautorInnen über 5000 Jugendliche im Alter von 15 Jahren, welcher Jugendszene sie sich zugehörig fühlten. Drei Jahre später wurden diese dann auf Depressionen und Selbstverletzungen hin befragt.

Das Ergebnis: junge Menschen, die sich mit 15 Jahren als "Goths" identifizierten, litten später auch vermehrt unter Depressionen und Selbstverletzungen. "Wir können aber nicht daraus schließen, dass die Zugehörigkeit zur Goth-Kultur zu Depressionen führt oder aber ob diese schon vorher da waren", sagt Studienautorin Lucy Bowes. Junge Frauen würden sich außerdem ein wenig stärker zur Goth-Szene hingezogen fühlen, meint die Psychologin.

Eine weitere Stigmatisierung der Subkultur sei aber nicht sinnvoll, so Bowes. "Was die Studie zeigt, ist dass Goth-Jugendliche verletzlicher seien könnten und mehr Unterstützung von Familie und Freunden brauchen."

 

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