Glutenunverträglichkeit

Ein Butterbrot zum Frühstück, als schnelles Mittagessen Pasta - nicht für Sie! Wenn Sie nämlich an Glutenunverträglichkeit leiden, sind Nahrungsmittel wie diese tabu. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie besser verzichten sollten und welche Nahrungsmittel gut für Sie sind.

Kein Roggen, kein Weizen, kein Dinkel, Hafer, Gerste - eine Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakiegenannt, kann für Betroffene ganz schön einschränkend wirken. Schließlich ist Gluten ein Eiweiß, das in den meisten Lebensmitteln vorkommt - unter anderem in Brot und Nudeln. Wie gut, dass es bereits jede Menge Alternativen gibt - glutenfrei, versteht sich.

Ein Stück Brot und Sie fühlen sich aufgebläht, schwach und müde? Sie haben Magenprobleme, leiden unter Übelkeit, Blähungen oder teils heftigem Durchfall? All das sind Symptome einer Zöliakie. Entstanden sind sie durch eine Entzündung des Dünndarm, die durch einen Mangel eines bestimmten Enzyms hervorgerufen wird.

Ohne Brot ohne Nudeln

Insgesamt ist rund ein Prozent der Bevölkerung von Glutenunverträglichkeit betroffen. Neun von zehn Betroffenen wissen allerdings nicht, dass sie Zöliakie haben, so die Österreichische Arbeitsgemeinschaft Zöliakie. Einerseits, weil die wenigsten Menschen wegen der Symptome zum Arzt gehen. Andererseits reagieren auch viele Mediziner nicht sofort entsprechend. Dabei besitzt rund ein Viertel der Bevölkerung diese Veranlagung, wobei die Vererbung innerhalb der Familie sehr oft vorkommt. Bei Verwandten ersten Grades liegt die Häufigkeit bei 10 Prozent.

Was Sie bei Zöliakie tun können, das erfahren Sie auf Seite 2 >>

Ohne Brot ohne Nudeln

Nicht heilbar

Die schlechte Nachricht: Zöliakie ist (noch) nicht heilbar, auch wenn die Forschung nach Möglichkeiten zur Behandlung sucht. Derzeit kann Glutenunverträglichkeit nur diätisch, sprich mit einer Ernährungsumstellung, angegangen werden. Erfolgt diese nicht, bilden sich die Dünndarmzotten zurück und die beschädigte Dünndarmschleimhaut ist nicht mehr in der Lage, genügend Nährstoffe aufzunehmen. Mangelerscheinungen und Unterernährung sind die Folge.

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Die gute Nachricht: Wer sich glutenfrei ernähren möchte, der hat heutzutage ein leichtes Spiel. Es gibt Brot, Nudeln, Kekse, Pizza, Kuchen und vieles mehr ohne Gluten. Auch wenn Sie nicht zu diesen - meist teureren - Alternativen greifen, können Sie aus einer Vielzahl von Natur aus glutenfreier Lebensmittel wählen: Reis, Mais, Hirse, Obst und Gemüse sind erlaubt. Achten müssen Sie allerdings bei Fertiggerichten, Suppen und Soßen - sie enthalten häufig Gluten. Auch Milchprodukte sind gerade in der Anfangszeit einer Ernährungsumstellung nur mit Vorsicht zu genießen.

Eine solche Diät soll verhindern, dass Betroffene mehr als 20 mg Gluten pro Tag zu sich nehmen. Und wie bei den meisten Ernährungsvorschriften gilt: Je strenger sie eingehalten werden, desto besser für die Gesundheit - desto besser für Sie!

 

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