Glück zum Essen

Das Buch Opium fürs Volk von Udo Pollmer, Andrea Fock, Jutta Muth und Monika Niehaus beschäftigt sich mit natürlichen Stimmungsaufhellern im Essen. Damit können wir sogar die berüchtigte November-Depression in Schach halten! Hier ein paar Beispiele.

Lebkuchen
Und zwar die echten, nach altem Rezept mit Hirschhornsalz hergestellten. Hirschhornsalz ist Ammoniumkarbonat, das mit den Aromastoffen im Lebkuchen (Zimt, Ingwer, Nelken, Muskat) im Backofen zu Amphetaminen reagiert, die für festliche Laune sorgen. Bei Billigprodukten wird statt Hirschhornsalz Backpulver verwendet. Da verkommt der magische Lebkuchen zu einem faden Keks.

English Marmalade
Der Frühstücks-Brotaufstrich der Briten wird aus Pomeranzen hergestellt, die Synephrin enthalten, einen Blutdrucksteigerer. Deshalb kommt die „Marmalade" auch in der Früh zum Einsatz.

Ketchup
In Ketchup ist Bufotenin, ein Krötengift, das in geringer Dosis offenbar als angenehm empfunden wird. Wenn Kinder also ihr Essen in Ketchup ertränken, liegt es nicht nur daran, dass Zucker drin ist.

Safran
Die Gewürzfäden entwickeln eine ähnliche Wirkung wie das Antidepressivum Imipramin. Es galt in der Naturheilkunde als das „Opium für Kinder".

Kann Essen süchtig machen?
Mit Lebensmitteln erreichen Sie nur selten jene Dosierungen, die zur Sucht führen können. Um richtig high zu werden, müsste man gewaltige Mengen vertilgen - und davon würde einem nur schlecht. Typisches Beispiel: Weihnachtskekse. Egal, wie gut sie auch sein mögen, im Jänner ist Schluss mit lecker.

Opium fürs Volk
von Udo Pollmer (Hrsg.)
Verlag rororo,
€ 8,95
 

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