Globaler Englisch-Vergleich: So schneidet Österreich ab

Österreich und Englischsprechen - das ist ja so eine Sache. Noch immer gehen die meisten ÖsterreicherInnen davon aus, dass die Englischkenntnisse hierzulande im internationalen Vergleich ordentlich hinterherhinken. Neue Untersuchung zeigen allerdings einen anderen Trend.

Wie sieht es eigentlich mit den Englisch-Kenntnissen der Österreicherinnen und Österreicher aus? Eine internationale Untersuchung ging dieser Frage nach - mit überraschenden Ergebnissen.

Der English Proficiency Index (EPI) des Sprachreisen-Anbieters EF nahm bereits zum sechsten Mal die Englischkenntnisse von 72 Staaten genauer unter die Lupe. Insgesamt 950,000 Erwachsene nahmen an den
Englischtests teil, heute wurden die Ergebnisse offiziell veröffentlicht.

Die Ergebnisse

Wenig überraschend schnitten erneut Skandinavien, Finnland, Luxemburg, Singapur und die Niederlande besonders gut ab. Die große Überraschung: Auf die Top 7 folgt nicht etwa die Schweiz oder Deutschland - sondern Österreich!

Laut der Untersuchung schneidet die Alpenrepublik in diesem Jahr noch besser ab als im Vorjahr (Platz 10) und landet nun auf Platz 8 des internationalen Rankings.

Auf den Plätzen hinter Österreich finden sich anschließend Deutschland (9), das sich um 0,25 Indexpunkte verschlechtert, sowie die Schweiz (14), Indien (22) oder Italien (28). Das Schlusslicht der 72 untersuchten Staaten bilden Libyen (71) und der Irak (72).

Den größten Sprung im Vergleich zum Vorjahr machten übrigens die Franzosen - sie verbesserten sich gleich um knapp 2,5 Punkte. Österreich konnte sich immerhin um 0,16 Indexpunkte zu 2015 steigern.

Ost-West Gefälle in Österreich

Auch innerhalb Österreichs lassen sich einige Unterschiede feststellen. Wien (64.05) und Niederösterreich (63.56) schnitten im Vergleich überdurchschnittlich gut ab. In den westlichen Bundesländern hingegen, waren die Werte deutlich unter dem Durchschnittsniveau (Salzburg 56.37,
Vorarlberg 55.04).

Weitere Österreich-Grafiken gibt es hier.

Sprachkenntnisse stark altersabhängig

Wenig überraschend schnitt in Österreich die jüngere Generation deutlich besser ab, als die ältere. Während die 18-20 Jährigen mit 67,54 Punkten deutlich über dem Durchschnitt der internationalen Altersklasse lagen (56,50), konnte die Altersklasse 40+ (48,18) den weltweiten Standard von 49,34 nicht halten.

 

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