Gleiches Recht für alle: Frauen zeigen ihre Brüste

Auf der Social-Media-Plattform Instagram, auf der vor allem persönliche Inhalte geteilt werden, herrschen klare Regeln. Eine von denen: Die Abbildung weiblicher Brustwarzen ist tabu.

Ganz schön unfair!

Ganz schön unfair, dass männliche Brüste wesentlich seltener der Zensur zum Opfer fallen als die unsrigen, sagen immer mehr Frauen - und tun sich weltweit zusammen, um auch in dieser Hinsicht für gleiche Rechte zu kämpfen. Besonders stark ist die sogenannte "Topfreedom"-Bewegung allerdings in den USA: Dort gibt es solche Organisationen wie Topfree Equal Rights Association (TERA) oder Go Topless, 2007 gegründet.

Schlagzeilen zu #FreeTheNipples

Dass die Bewegungen aktuell eine erhöhte Aufmerksamkeit genießen, haben sie irgendwie auch dem Hashtag #FreeTheNipples und vor allem Demi Moores 22jähriger Tochter Scout zu verdanken. Deren Twitter-Account war bereits aufgrund angeblich zu freizügiger Bilder gesperrt worden. Scouts Antwort: Sie postete Bilder von einem Spaziergang durch New Yorks Lower East Side - barbusig, versteht sich. Lapidarer Kommentar dazu: "Legal in NYC, aber nicht auf @instagram." In New York darf sich jede Frau seit 1992 "oben ohne" bewegen. Dass dieser Eintrag Wellen schlagen würde, war abzusehen.

Legal in NYC, aber nicht auf Instagram

Doch dem nicht genug: Scout Willis will scheinbar tatsächlich debattieren über die verlogene Zensur-Politik auf Twitter und Instagram. Sexistisches Bildmaterial geht dort immer wieder durch, während weibliche Brustwarzen stillender Mütter die "Instagram-Polizei" auf den Plan rufen.

Wie damit umgehen?

Unter anderem postete Scout Willis das Foto einer Brustkrebspatientin, über deren Oberkörper zwei große Narben verlaufen. Darunter fragt die 22jährige: "Wie genau würdet ihr hiermit umgehen, Instagram?"

Zugegeben, eine gute Frage.

 

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