Glänzende Aussichten

Stroh macht nicht froh. So schützen Sie Ihre Haare vor der Sonne – und sehen dabei auch noch blendend aus. Haarexperte Alexander Dinter gibt Pflegetipps und verrät mehr zu trendigen Strandlooks.

Alexander Dinter, Haarexperte und Creative Director bei La Biosthétique, verrät, wie Sie Ihre Haare gut durch den Sommer bringen und welche Looks heuer am Strand besonders angesagt sind.

Warum ist spezielle Sommerpflege für's Haar so wichtig?
Haare enthalten Eiweißproteine die für die Elastizität und Spannkraft des Haares sorgen. Diese sind jedoch nicht UV-beständig. Deswegen verliert das Haar in der Sonne seine natürliche Spannkraft und wird strapaziert und porös. Sonnenschutz fürs Haar enthält UV-Filter, die dem vorbeugen. Die Pflegewirkstoffe sind hochkonzentriert. Im Winter würden sie die Haare zu sehr beschweren, aber im Sommer sind sie goldrichtrig.

Viele Frauen tragen vor dem Schwimmen einfach eine normale Haarkur auf. Reicht das auch aus?
Ich rate davon ab, weil sich diese Kuren in Chlor- oder Salzwasser viel zu schnell auswaschen. Was aber Sinn macht, ist, die Haare vor dem Schwimmen mit klarem Süßwasser nass zu machen. So nehmen sie erst gar nicht so viel Salz- oder Chlorwasser auf wie trockenes
Haar. Am Abend nach dem Tag am Strand ist die Haarkur aber perfekt, um etwaige Schäden auszugleichen.

Welche Beach-Frisuren sind derzeit angesagt?
Der strohige Surfer-Look ist out. Bei langen Haaren sieht es gut aus, wenn man zuerst Sonnenschutzspray ins feuchte Haar sprüht, es scheitelt, einzelne Partien um die Finger zwirbelt und in Ohrhöhe zu Schnecken feststeckt. Bei dickem Haar können es auch mehrere Schnecken sein. Das ergibt auch schöne Wellen. Bei kurzen Haaren erlebt der Wetlook ein Revival. Dafür Gel oder Stylingcreme im Haar verteilen und an der Sonne lufttrocknen lassen. Haaraccessoires lehne ich persönlich eher ab. Die wirken oft billig.

Haut und Haare müssen im Sommer so einiges aushalten. Doch während die Haut unter sengender Sonne Pigmente aufbaut, machen Haare leider genau das Gegenteil: Sie bleichen aus und werden trocken und strohig.
 

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