Gisele Bündchen: Zuerst die Mama, dann das Kind

Supermodel Gisele Bündchen, selbst ernannte Sprecherin für Mütter, erklärte vor kurzem in einem Interview, wie wichtig es sei, sich als Mama auch mal eine Auszeit zu nehmen. Und gesteht gleichzeitig: Ohne Schuldgefühle gehe das nicht.

Supermodel Gisele Bündchen springt gerne für Mütter und Frauen in die Bresche. Die Brasilianerin, selbst Mutter von Benjamin, 5, und Vivian, 2, hat sich in der Vergangenheit für die Wichtigkeit des Stillens stark gemacht und erst kürzlich kritisiert, wie "unerreichbar" aktuelle Werbekampagnen für normale Frauen wären.

Nun hat die 34-Jährige anderen Müttern geraten, zuerst auf sich, dann auf ihre Kinder zu schauen, und ihren Ansatz mit der Sicherheitsanweisung in Flugzeugen verglichen, "zuerst sich die Sauerstoffmaske umzängen und erst dann anderen zu helfen".

"Ich kann eine bessere Mutter sein"

"Es ist sehr wichtig, zuerst auf sich selbst zu schauen, sich Gutes zu tun", meinte das aktuell bestbezahlte Model der Welt in einem Interview mit dem The Sunday Times Style Magazin. „Jeder von uns kennt die Sicherheitsanweisung aus dem Flugzeug: ‚Setzen Sie sich selbst zuerst die Sauerstoffmaske auf, danach Ihrem Kind‘. Ich denke, mit dem Mutter Sein ist es dasselbe. Es ist sehr wichtig, sich selbst Gutes zu tun und auf sich zu achten.“
Bündchen, die seit fünf Jahren verheiratet mit dem Football-Spieler Tom Brady ist, gibt aber gleichzeitig zu, wie schwer das für Mütter sein kann. „Du wirst dich schuldig fühlen – aber das würdest du so oder so. Aber wenn ich meine Sauerstoffmaske zuerst aufsetze, fühle ich mich gut und erfüllt, also kann ich eine geduldigere, liebevollere und verständnisvollere Frau und Mutter sein. Deine Reserven, dein Glas muss voll sein, damit jeder davon trinken kann.“
Ihrem Instagram-Profil zufolge scheint Gisele selbst tatsächlich nach dieser Philosophie zu leben: Sie postet Bilder von Shootings ebenso wie Schnappschüsse ihrer Familie und Eindrücken ihrer "Auszeiten".

Bestverdienendes Model aller Zeiten

Mit geschätzten Einnahmen von rund 35 Millionen Euro im vergangenen Jahr hat Gisele leicht reden, mag manch eine normalverdienende Mutter berechtigterweise denken. Unterstützung durch Nannys, Chauffeure und Haushaltshilfen ist Giseles Ausgangssituation alles andere als durchschnittlich.

Vor wenigen Wochen erregte Bündchens Kritik an aktuellen Mode- und Beautykampagnen Aufsehen: Die Werbung sei unerreichbar für normale Frauen und viel zu weit weg von deren Leben. Diese Meldung kam just zu dem Zeitpunkt, als Bündchens neuer Werbefilm für "Chanel No.5" gelauncht wurde. Die Brasilianerin argumentierte, das man in dem von Regisseur Baz Luhrmann inszenierten Film sehe, wie sehr ihr Charakter mit den Anforderungen als Mutter, Geliebte und erfolgreiches Model hadere und dass die Kampagne deshalb viel greifbarer wäre.


2006 hat "La belle Gisele" bereits die Stimme für das Stillen erhoben: In einem Interview mit "Harper's Bazaar" meinte sie, dass das Stillen von Kindern in den ersten sechs Lebensmonaten Gesetz sein sollte.

 

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