Gin Tonic gegen Pollenallergie: Mythos oder Wundermittel?

Steigende Temperaturen, Sonnenschein, Frühling und der Sommer in Reichweite: Nicht für alle ist das ein schöner Ausblick, das gilt insbesondere für Pollenallergiker*innen. Betroffene suchen oft nach Alternativen, um den Heuschnupfen zu lindern. Eine Urban-Legend besagt: Gin Tonic hilft. Doch was ist dran?

Gin Tonic

Eigentlich gilt Alkohol für Heuschnupfen-Betroffene ja als Tabu, da Spirituosen bewiesenermaßen Heuschnupfen-Symptome verstärken. Doch es gibt Studien, die besagen: im Gin enthaltenen Chemikalien haben einen entscheidenden Einfluss auf Heuschnupfen-Betroffene. Das hat Asthma UK im Jahr 2017 herausgefunden.

Während manche alkoholische Getränke, wie Wein oder Bier, auf 75 Prozent der befragten Personen Symptom-verstärkend wirken, haben andere Drinks wie Gin und Vodka keine negativen Auswirkungen auf Allergiker*innen.

Expert*innen sind davon überzeugt, dass zwei Chemikalien, Sulfite und Histamine, der Grund sind, warum Heuschnupfen-Allergiker*innen stärker oder schwächer unter Symptomen nach dem Alkoholkonsum leiden.

Gin macht Allergie nicht besser – aber auch nicht schlechter

Gin und Vodka zählen zu jenen "klaren" Spirituosen, die man auch als Allergiker*in trinken darf – ohne zumindest mit einer Verschlechterung des Heuschnupfens rechnen zu müssen. Verantwortlich dafür sind die im Gin enthaltenen Anti-Histamine, die negative Folgen auf Betroffene verhindern. Zwar wird der Heuschnupfen durch den Genuss von Gin nicht besser - kann aber im Gegensatz zu Wein oder Bier ohne größere Bedenken (in Maßen) konsumiert werden (cheers!).

Neben den Anti-Histaminen spielt auch der sulfitarme Destillations-Vorgang eine Rolle in der positiven Wirkung des Gins auf Allergiker*innen. Ebenso bei Vodka, dessen Herstellung ebenfalls ohne Sulfite möglich ist.

Ernährung entscheidender Faktor bei Heuschnupfen

Ähnlich wie bei den Spirituosen, sollte man auch beim Essen als Heuschnupfen-Betroffene*r auf eine möglichst histamin-arme Ernährung achten. Von geräucherten Produkten wie Salami, Speck oder Thunfisch sollte man als Allergiker*in aufgrund des hohen Histamin-Gehalts folglich die Finger lassen. Stattdessen gilt es auf Frischkäse und Obst zu setzen, das weniger Histamine beinhaltet, raten Experten*innen.

Zudem ist es empfehlenswert, dein Zuhause allergenarm zu halten. Heißt: Regelmäßig staubsaugen (nervt, I know) und Kleidung, die du draußen getragen hast, nicht im Schlafzimmer zu lagern.

 

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