Gesundheit: Tabuthema HPV-Impfung

Gebärmutterhalskrebs ist bei österreichischen Frauen zwischen 16 und 40 Jahren die dritthäufigste Todesursache. Zwar gibt es eine wirksame Schutzimpfung dagegen, dennoch ist diese sehr umstritten und beinahe niemand nimmt diesen Vorsorgeschutz in Anspruch.

Mit den Worten "Gebärmutterhalskrebs kann töten" wirbt die Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (ÖGGG) auf ihren Plakaten für die HPV-Schutzimpfung bei Frauen.

Diese drastische Maßnahme wurde daher gesetzt, weil sich in Österreich gerade einmal 2 Prozent der Frauen bisher haben impfen lassen. Eine sehr geringe Zahl, wenn man bedenkt, wie viele Frauen davon betroffen und angesteckt werden.

Dabei werden jährlich 6000 Frauen wegen Krebs oder einer Krebsvorstufe am Gebärmutterhals operiert. Alleine im Jahr 2011 verstarben 160 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, eine Krebsart, bei der 99% HP-Viren involviert sind.

Humane Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet. Schätzungsweise 70% aller sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit HPV in Kontakt.
Bisher sind etwa 200 verschiedene HPV-Typen bekannt, von denen etwa 40 hauptsächlich den Genitalbereich befallen.
Zwar gibt es Fälle, bei denen Frauen diese Viren ohne Infektion und daher unbemerkt überstehen, bei einer beträchtlichen Anzahl an Fällen jedoch, werden die Schleimhaut des Gebärmutterhalses und der äußere Genitalbereich von den Viren dauerhaft infiziert.
Die darauffolgende Zellveränderung verursacht schließlich Krebs.

HPViren sind für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs, Krebsarten im Genitalbereich und Genitalwarzen verantwortlich.

Gebärmutterhalskrebs ist.

Wie kann ich vorbeugen?

In den meisten Fällen wird der HPV überGeschlechtsverkehr übertragen. Um einer Infektion vorzubeugen, solltest du beim Sex ein Kondom benutzen, denn auch Männer tragen den Virus in sich.

Für Frauen und Männer unter 26 Jahren besteht zwar die Möglichkeit sich impfen zu lassen, doch das Thema bleibt umstritten.

So wird argumentiert, dass es 100 verschiedene HPV Stämme gibt, von denen 20 krebserregend sind, der Impfstoff hingegen nur gegen vier Stämme eingesetzt wird. An eben dieser Stelle der Diskussion weisen Gynäkologen darauf hin, dass HPV 16 und HPV 18 in über 70% der Fälle den gefährlichen und tödlichen Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Vor eben diesen beiden Viren kann man sich aber durch eine Vorsorgeimpfung effektiv und dauerhaft schützen.

Zudem empfiehlt das Robert Koch Institut, dass sich möglichst viele junge Frauen im Alter von 13 bis 17 Jahren impfen lassen sollten, da hier in den meisten Fällen noch kein Geschlechtsverkehr und somit auch keine Infektion stattgefunden hat. Das bedeutet in anderen Worten, dass die Impfung sicher vor HPV 16 und 18 schützt, wenn sie vor dem ersten Sex gespritzt wird.

Seit Februar 2014 wird die Impfung gegen HPV für alle Mädchen und Jungen in der vierten Schulstufe kostenlos angeboten. So wird versucht eine weiter Verbreitung des Virus einzuschränken.

Wir empfehlen alle sechs Monate eine Untersuchung bei einem Gynäkologen, nur so hat man die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist.

 

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