Gesunde weiße Zähne

Rotwein, Nikotin, Kaffee und Co hinterlassen so ihre Spuren auf den Zähnen. Ein kosmetisches No-Go! Braves Zähneputzen reicht hier aber oftmals nicht mehr aus und man greift zu härteren Methoden: Zahnbleaching verhilft zu einem strahlend, weißen Lächeln. Doch wie gesund oder ungesund ist das eigentlich?

Welche Zahnbleaching-Methoden gibt es?

Hier muss man generell zwischen der "Zuhause-Methode" und der "Zahnarzt-Methode" unterscheiden. Allerdings ist es hier nicht relevant in welche Form das Gel oder die Paste aufgetragen wird, als Pinsel, auf Schienen, mit Streifen, alle haben dieselbe aufhellende Wirkung.

Hauptverantwortlich für den Bleicheffekt ist Wasserstoffperoxid. Dieser Stoff setzt in der Zahnoberfläche bleichende Sauerstoffradikale frei mit dem Resultat: aus gelb wird weiß! Je höher dabei die Peroxidkonzentration ist, desto besser, das heißt weißer, ist das Resultat. Das ist auch der Grund, weshalb der Effekt beim Zahnarzt intensiver ist, denn dort wird oftmals mit einer Dosierung von bis zu 35 prozentigen Lösungen gearbeitet.

Außerdem verwendet der Zahnarzt neben diesem hochprozentigen chemischen Bleaching zusätzlich photothermische Methdoden, wodurch er für höhere Effizienz sorgt. Durch blaues Licht oder Laser wird die Freisetzung der bleichenden Radikale beschleunigt. So reduziert sich neben der Einwirkungszeit der bleichenden Peroxidlösung auch das mögliche Risiko einer Zahnschädigung.

Worauf muss man beim Bleaching achten?

Zwei Dinge sind beim Bleaching besonders wichtig: Rat einholen und die Wirksamkeit der Mittel.

Das bedeutet, dass Sie sich vorher genau erkundigen sollten, ob und wie stark ein Bleaching bei Ihren Zähnen notwendig oder ratsam ist. Außerdem sollten Sie sich erkundigen, ob das Bleichmittel wirkt, da etwa Keramikkonstruktionen keinerlei weiße Verfärbungen entstehen lassen.

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Bleaching ja oder nein?

Laut Herstellerfirmen sind sowohl professionelle, als auch amateurhafte Self-Made-Bleaching-Lösungen bei korrekter, vorgesehener Anwendung unbedenklich für Zähne und Zahnfleisch. Dennoch ist das Thema seit Jahren sehr stark in der Diskussion vertreten.

Aus diesem Grund wurden die Bleaching-Mittel nicht nur einmal aber zum Beispiel in den Jahren 2004-2006 am Institut für Festkörperphysik an der TU in Wien genauer untersucht. Fazit: Als sehr problematisch gelten Bleichungsmittel mit niedrigem pH-Wert, was vor allem bei Zuhause-Produkten der Fall ist.

Besonderes Highlight und als "gesünder" einzustufen ist, wenn man die Zähne mit wenig Energie und gerineren Konzentrationen an Wasserstoffperoxid, sowie durch einen von Wernisch entwickelten Katalysator bleichen lässt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: ob mit Licht, Laser, oder Katalysator, sofern das Bleaching vom Zahnarzt durchgeführt wird, muss man nicht um die Gesundheit der Zähne fürchten.

Alle Selbermacher sollten sich vor dem eigenständigen Bleichen allerdings unbedingt mit dem Zahnarzt absprechen, denn bei bestehenden Zahnschmeldschäden ist ein Bleaching in keinem Fall produktiv und ratsam.

 

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