Gesunde Schilddrüse

Sie frieren ständig, sind müde oder gereizt? Ihre Haut ist so schuppig, dass Sie einem Fisch Konkurrenz machen? Dann könnte die Schilddrüse schuld daran sein. Tun Sie etwas dagegen.

„D(r)üsentrieb"- Motor

Jede vierte Frau hat Probleme mit der Schilddrüse. Und viele wissen nichts davon. Die Symptome werden falsch gedeutet und die Betroffenen suchen daher keinen Arzt auf. Viele wissen nicht, wozu die walnussgroße Drüse unterhalb des Kehlkopfes gut ist. Dabei ist sie fast zu allem fähig. Sie ist eines der wichtigsten Organe, ist sozusagen der „Motor" unseres Körpers. Und lenkt fast alle wichtigen Funktionen: den Stoffwechsel, Herz und Kreislauf, Haut und Haare, bis hin zu Sexualität und Psyche. Leckt der Motor, geraten wir körperlich und seelisch aus dem Takt.

Das „Motoröl" der Schilddrüse ist das Spurenelement Jod. Um reibungslos arbeiten zu können, benötigt die Schilddrüse täglich 150 bis 200 Mikrogramm davon. Essen wir zu wenig oder zu viel Jodhaltiges (auch durch Medikamente), kann die Schilddrüse darauf mit einer Funktionsstörung reagieren.

Die Begriffe Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion sind den meisten bekannt. Aber was bedeutet das und durch welche Symptome bemerkt man, dass etwas nicht stimmt?

Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Unterfunktion werden zu wenige Schilddrüsenhormone in der Schilddrüse gebildet. Dies führt zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels, welche wiederum Kälteempfindlichkeit, Antriebsschwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, Wassereinlagerungen, Libidoverlust und Gewichtszunahme zur Folge hat. Bleibt die Schilddrüsenunterfunktion über lange Zeit unerkannt, ist dies nicht unproblematisch, denn durch die geringere Fettverbrennung steigt das Risiko von Gefäßablagerungen. Empfohlen wird daher für Frauen ab 35 Jahre, die Schilddrüse im 5-Jahres-Rhythmus untersuchen zu lassen.

Schilddrüsenüberfunktion

Bei der Schilddrüsenüberfunktion werden zuviele Schilddrüsenhormone gebildet, was zur Folge hat, dass der Körper ständig auf Hochtouren läuft. Nervosität, Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten, ständiges Abnehmen und Schlafstörungen sind die häufigsten Symptome. Auch dies kann dauerhaft zu gesundheitlichen Problemen, besonders für das Herz.

Tipps

Essen Sie ausreichend Jod. Besonders schwangere Frauen sollten genügend Jod zu sich nehmen, da die Entwicklung der Schilddrüse beim Embryo schon sehr früh beginnt. Jodhaltige Lebensmittel sind z.B. Fisch (Tunfisch, Seelachs, Sardinen), Käse (Schafskäse, Parmesan, Cambembert) und jodhaltiges Salz.

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