Geschlechtskrankheiten

Beim Sexualverkehr bestehen neben einer Schwangerschaft und der möglichen HPV oder HIV Infektion noch viele weitere Risiken, von denen man teilweise zu wenig erfährt. Nach Aussagen von Venerologen, scheinen die klassischen Geschlechtskrankheiten von früher in den letzten Jahren wieder rasant anzusteigen.

Pilzinfektion

Nach Schätzungen sind etwa 70 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben von einer Scheiden- oder Vulvapilzinfektion betroffen.

Ursachen:

Ein Pilz in der Scheide resultiert meist aus einer Infektion mit dem Hefepilz Candida alicans, der relativ häufig auftritt. Da der menschliche Organismus weder pilz- noch bakterienfrei ist, muss man sich im Normalfall keine weiteren Gedanken machen. Bei einer lokalen Abwehrschwäche oder einer Dysbalance der Scheidenflora kann es jedoch zu einer Pilzinfektion kommen, die unbedingt medizinisch behandelt werden muss.

Pilzinfektionen entstehen meist durch:

  • Sexualpartner
  • öffentliche Bäder
  • Sauna, Whirlpool, Handtücher
  • Einnahme von Antibiotika
  • Veränderungen im Hormonhaushalt (Wechseljahre, Schwangerschaft, Pubertät)
  • Stress
  • Falsche, zu geringe oder übertriebene Vaginalhygiene
  • Antibabypillen
  • zu eng anliegende Kleidung, String Tangas
  • Intimwaschmittel bzw. -sprays

Symptome:

Juckreiz oder Brennen im Scheidenbereich, weißlicherAusfluss, Rötungen oder Schwellungen, bröckeligesSegret, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Wasserlassen sind die häufigsten Symptome einer Pilzinfektion.

Behandlung:

Durch spezielle Cremen oder Tabletten, die vom Venerologen verschrieben werden, können Pilzinfektionen in der Regel gut und rasch behandelt werden.

Eine neuere Methode ist die Single-Shot Therapie, bei einmalig oral ein Pilzmittel eingenommen wird, um somit die Infektion effektiv zu bekämpfen.

Bei chronischen oder immer wiederkehrenden Scheidenpilzinfektionen (etwa 5-10% aller Frauen leiden daran) handelt es sich um eine meist lokale Abwehrschwäche. Diese Art der Infektion bedarf einer intensiveren und spezielleren Behandlungsform.

Feigwarzen

Bei Feigwarzen, oder auch Genitalwarzen, handelt es sich um sexuell übertragbare, fleischfarbene oder weißliche Warzen, die durch sexuellen Kontakt oder Schmierinfektion übertragen werden.

Diese können medikamentös effektiv behandelt werden.

Weitere Informationen über Geschlechtskrankheiten erfahren Sie auf Seite 2!

- Pilzinfektionen

- Feigwarzen

- Syphilis

- Venerisches Granulom

- Ulcus Molle

- Gonorrhoe

- Herpes genitalis

- Chlamydien

Syphilis

Man glaubt es kaum, aber auch die Syphilis hat erneut Einkehr in unserer Gesellschaft gefunden. Sie galt bereits als beinahe ausgerottet, doch nach Angaben statistischer Messungen von Venerologen, ist die Krankheit wieder "voll im kommen".

Syphilis beginnt meist mit schmerzlosen Schleimhautgeschwüren oder Lymphknotenschwellungen, endet jedoch mit der kompletten Zerstörung des Zentralnervensystems, sofern man sie nicht behandelt. Antibiotika sind die effektivste Maßnahme zur Behandlung der Geschlechtskrankheit. Lediglich das Kondom schützt vor einer Infektion!

Venerisches Granulom

Schmerzlose kleine Geschwüre bilden den Anfang dieser Infektion, die nach etwa 10 Tagen verschwinden und eine Schwellung der Lymphknoten zurücklassen. Diese Krankheit kann, sofern man sie nicht behandelt, chronisch werden, das Lymphsystem massiv angreifen und Geschwüre, gut- und bösartiger Natur, an Geschlechtsorganen und Darm verursachen.

Ulcus molle

Beim Ulcus kommt es zu schmerzhaften kleinen Geschwüren im Vaginabereich, die auch eitrig nach außen aufbrechen können. Zwar kommt diese Krankheit in Europa deutlich weniger häufig vor, dennoch besteht die Gefahr einer Ansteckung auch hierzulande. Antibiotika werden zur Behandlung herangezogen.

Gonorrhoe

Diese Geschlechtskrankheit betrifft vor allem Menschen, die ihre Sexualpartner sehr häufig wechseln. Bei Frauen ruft es eitrigen Ausfluss hervor und kann im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen. Auch hier kann ein Kondom vor der Ansteckungsgefahr schützen.

Herpes genitalis

Deutlich schwieriger zu behandeln ist der Herpes genitalis. Dieser betrifft die Geschlechtsorgane innen und außen und kann nur mittels Injektionen und starker Medikamente behandelt werden. Sofern der Virus einmal eingefangen wurde, bleibt er immer im Körper.

Chlamydien

Chlamydien sind die häufigste Ursache für Unfruchtbarkeit, sowohl beim Mann, als auch bei der Frau. Die Bakterien lösen Erkrankungen der Schleimhäute im Bereich der Augen, Atemwege und Genitalien aus und können ebenso zu Eileiterschwangerschaften, Unfruchtbarkeit und Arthritis führen. Symptome dafür sind starke Schmerzen beim Wasserlassen und Ausfluss im Genitalbereich. Bei einer Behandlung müssen immer beide Partner mittels Antibiotika medikamentös eingestellt werden.

 

Aktuell