Geschlechterklischees haben sich seit den 80ern nicht verändert

Schlechte Nachrichten: laut einer aktuellen Studie haben sich die Klischees über Frauen und Männer in den Köpfen junger Menschen seit den 1980er-Jahren nicht verändert.

Gerne wird als antifeministisches Argument gesagt: "Heutzutage denken wir ja nicht mehr so wie früher" oder "Wir haben doch schon alles erreicht."

Nix da - sagt jetzt eine neue Studie. In den frühen 1980er-Jahren haben PsychologInnen eine Studie veröffentlicht, die von amerikanischen StudentInnen wissen wollte, welche Geschlechterstereotype sie in ihren Köpfen haben. 30 Jahre später haben PsychologInnen die Studie wiederholt und kommen zu einem erschreckenden Ergebnis: die Vorstellungen über Männer und Frauen haben sich nicht geändert.

Die Klischees in den Köpfen junger Menschen sind absolut gleich geblieben


Die Studie, die kürzlich online im Journal Psychology of Women Quarterly veröffentlicht wurde, kommt zum Ergebnis, dass die befragten StudentInnen "starkeUnterschiede zwischen Männern und Frauen wahrnehmen". Die stereotypen Bilder haben sich - im Gegensatz zu vielen anderen Errungenschaften in Sachen Gleichberechtigung - also leider nicht verändert.

In der Original-Studie aus den 1980-ern wurden die StudentInnen gebeten, auf einer Skala von 1 bis 100 zu bewerten, wie wahrscheinlich es ist, dass Männer und Frauen bestimmte Charakterzüge, Rollen und Berufe annehmen. Zum Beispiel: "plant für die Zukunft", "ist emotional", "hängt von der Meinung anderer ab". In jeder dieser Kategorien sind die Vorstellungen der jungen Menschen bis heute gleich geblieben.

Es bleibt also noch viel zu tun, um dieser traurigen Erkenntnis weiter entgegenwirken zu können.

 

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