Gemeinde Feldbach macht mit plumpem Sexismus Werbung

Hallo Feldbach. Catcalling ist nicht "schoaf", sondern ur-peinlich. Willkommen in der österreichischen Realität.

Ja, Österreich ist eine Bananenrepublik. Das wurde uns dieser Tage gleich mehrfach auf unangenehmste Weise vor Augen geführt.

Neben Wahlen (und Wahlwiederholungen) gibt es aber auch noch andere Dinge, die Österreich besonders gut beherrscht. Werbung machen zum Beispiel. Da gehört, so offenbar die geltende Meinung, nämlich immer auch eine ordentliche Portion Sexismus dazu (Bet-at-home, wir erinnern uns...).

Die steirische Gemeinde Feldbach bewies bei ihrem neuen Werbevideo gar so viel Spitzengfühl, dass sogar der deutsche Satiriker Jan Böhmermann darauf aufmerksam wurde. Was er galant noch als "Postfeminismus" abstempelte, ist im Grunde aber nur eines: saupeinlich und einer Kultur, wie sie in einem Land wie Österreich existieren sollte, unwürdig.

"Schooooaf"

Der Clip zeigt eine Frau, die in einem engen roten Kleid und hohen Schuhen durch Feldbach geht. Abwechselnd wird sie dort von Männern und Frauen als "schoaf" abgestempelt. Darauf folgt eine plumpe Werbung für die Vorteile der Feldbacher Wirtschaft und Geschäftsleute.

Eine Frau wie bei einer Auktion als Schauobjekt darzustellen und zu objektiveiren, beweist wie zurückgeblieben Frauenbilder in Österreich immer noch sind. Und zwar ganz ohne den Einfluss von "fremden" Kulturen.

Frauen darzustellen als wären sie Freiwild, fördert nicht nur ein uraltes Frauenbild, sondern vor allem die Vergewaltigungskultur in unserer Gesellschaft.

Das Video beweist eimal mehr, dass es nicht die "Fremden" sind, die unser "modernes" Frauenbild nicht verstehen - sondern "unsere" aufgeklärten Österreicher.

Wir können angesichts solcher Bilder nur den Kopf schütteln.

 

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