Geh dich fit

Sport klingt immer ein bisschen nach Stress. Dabei darf Trainieren durchaus ganz entspannt sein: Ein Spaziergang kann oft mehr für Gesundheit und Fitness tun als ein Dauerlauf.

1. Entschlackung und Entgiftung

Unser Körper ist von einem System feiner Lymphbahnen durchzogen. Ihre Aufgabe: Entgiftung, Entschlackung und Entwässerung. Ein flotter Spaziergang kann Ihre "Kläranlage" bei der Arbeit unterstützen. Wenn Sie ihn mit speziellen Atemtechniken und leichten Kraftübungen kombinieren ...

  • Kleidung: Vermeiden Sie bei Ihrem Lymph-Walk einengende Kleidung.
  • Atmung: Die Lymphgefäße im Brustbereich können Sie über eine vertiefte Atmung stimulieren. Durch sie entsteht ein Unterdruck, der die Gefäßinhalte ansaugt und die Lymphe besser fließen lässt. Atmen Sie durch die Nase tief in den Bauch ein, halten Sie die Luft kurz an und stoßen Sie sie dann durch den Mund aus. Zehnmal wiederholen.
  • Übung: Werfen Sie die Muskelpumpe an. Achten Sie darauf, zuerst mit der Ferse aufzusetzen und dann bewusst abzurollen. Für die Lymphbahnen in den Armen ballen Sie bei jedem dritten Schritt die Hände zu Fäusten.
  • Rast: Beim Rasten wenn möglich die Beine hochlagern.
  • Verpflegung: Vermeiden Sie schwere, fetthaltige Marschverpflegung. Sie beeinträchtigt den Lymphtransport.
  • Akupressur:Massieren Sie sanft kreisend Ihre Schläfen - dort, wo die Arterie tastbar ist. Ziehen Sie die Schulter nach vorne und streichen Sie die entstandene "Schale" sanft von außen nach innen aus.

2. Gute Laune und Entspannung

Britische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass ein halbstündiger Spaziergang deutlich gegen Depressionen wirkt. Grund: Durch die Überkreuzbewegung beim Gehen werden beide Hirnhälften stimuliert und mit dem Hirnstamm vernetzt, was zur Lösung tief im Hippocampus gespeicherter seelischer Belastungen führt. Extrabonus: Das Lichtdefizit des Körpers wird auch ausgeglichen. So laufen Sie dem Winter-Blues davon:

  • Revier: Eine grüne Umgebung ist die beste Umgebung für Ihren Soul-Walk.
  • Tempo: Gehen Sie zügig und mindestens eine halbe Stunde, um den Puls zu erhöhen. Dadurch kann Ihr Körper seinen Stoffwechsel umstellen. Stresshormone werden durch Glückshormone ersetzt.
  • Übung: Stärken Sie Ihr Leber-Chi: Eine Faust beim Einatmen gerade über den Kopf heben, dabei den Oberkörper nach oben ziehen. Oben die Finger spreizen, auf die Zehen stellen und "einen Vogel fangen", dabei ausatmen und die Faust nach unten führen. Fünfmal links, zweimal rechts, Linkshänder umgekehrt.
  • Wanderverpflegung: Laut TCM sollte man bei Depressionen auf eine nährstoffreiche, leichte Kost achten. Empfehlenswert: Milch, Eier, mageres Fleisch, Sojaprodukte, Obst, Gemüse, Fisch, Buchweizen. Zu vermeiden sind süße, fette und scharfe Speisen.


3. Kräftigung und Gewichtsreduktion

Ein flotter Spaziergang, bei dem die Arme bewusst mitschwingen, trainiert mehr Muskeln, Sehnen und Bänder als viele andere Sportarten. Kein Wunder also, dass ein Walk über einen Kilo-meter rund 100 Kalorien oder bis zu 10 g Fett verbraucht. Steigern können Sie den Fitnesseffekt durch diese Tricks:

  • Revier: Suchen Sie sich einen möglichst abwechslungsreichen Weg. Auf wechselnden Böden und Gefällen werden Gleichgewichtssinn und verschiedene Muskelpartien trainiert.
  • Training: Nutzen Sie spielerisch als Trainingsgeräte, was die Natur bietet - einen starken Ast für Klimmzüge, einen Baumstumpf als Stepper.
  • Rückwärtsgang: Gehen Sie ein paar Minuten rückwärts. Dabei werden Muskeln trainiert, die sonst nicht oft genutzt werden. Außerdem ist's gut für die Wirbelsäule, beugt Haltungsschäden vor und fördert den Kreislauf.
  • Barfuß: Im Sommer ziehen Sie die Schuhe aus. So werden bei jedem Schritt Nervenpunkte angeregt, die Fußsohlen massiert. Das Barfußlaufen verlangt die Arbeit des ganzen Beines, einschließlich der Hüften, schiebt das Becken vor, macht frei für eine tiefe Atmung und trainiert alle Gelenke.
 

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