Gefahr im Sommer: Dehydrierung bei Kindern

Eines ist sicher – der Sommer ist da und er ist heiß! Und da gerade kleine Kinder auch bei großer Hitze oft nicht in ihrem Bewegungsdrang zu stoppen sind, ist es umso wichtiger, auf ausreichende „Hydrierung“ - also Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit - zu achten.

Kinder vergessen gerne mal auf das natürliche Durstgefühl

Bei allen körperlichen Aktivitäten bei sommerlichen Temperaturen im Freien bei sollte eine Trinkflasche mit Wasser oder ungezuckertem Tee nicht fehlen. Prinzipiell sendet der Körper über das Durstgefühl ja ohnehin ein Warnzeichen aus, dass es Zeit ist, den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzubessern – dieses ist jedoch gerade bei Kleinkindern in der „Hitze des Gefechts“ gerne mal ignoriert oder vergessen. Daher sollte man Kindern an heißen Tagen regelmäßig Flüssigkeit anbieten bzw. sie ganz bewusst zu einer kurzen Pause und Trinken auffordern. Daneben kann man mit wasserreichen Snacks wie einem Stück Wassermelone oder ein paar Gurkenscheiben zusätzlich Flüssigkeit zuführen.

Während dies bei gesunden älteren Kindern ausreichen sollte, müssen Säuglinge sowie Kinder mit neurologischen Erkrankungen, welche uns ihr Durstgefühl nicht immer gut mitteilen können, sorgsam beobachtet werden, ob sich bereits Anzeichen von Dehydrierung eingestellt haben. Zu diesen gehören weniger Schweißbildung, trockene Schleimhäute bzw. fehlende Tränenflüssigkeit, dunkler (konzentierter) Urin bzw. in weiterer Folge schließlich trockene Windeln. All diese Zeichen erklären sich durch den Versuch des Körpers, einen weiteren Flüssigkeitsverlust zu verhindern und so den Kreislauf zu stabilisieren. In einem nächsten Schritt fährt der Körper die Herzfrequenz dann hinauf, um den Blutdruck trotz Flüssigkeitsmangel aufrecht zu erhalten. Weitere Warnzeichen bei Babies sind eine eingesunkene Fontanelle sowie auffällige Müdigkeit bzw. Lethargie. Bei all diesen Anzeichen ist Flüssigkeitszufuhr dringend nötig, bei ausbleibender Besserung ist jedenfalls ein Arzt oder eine Spitalsambulanz aufzusuchen!

Alarmzeichen bei Babies: zu wenig nasse Windeln

Um es gerade bei Babies nicht erst so weit kommen zu lassen, muss im Sommer unbedingt Hitzestau vermieden werden – achten Sie auf luftige Kleidung, Aufenthalt im Schatten bzw. in kühlen Räumen, keine Decke oder lediglich eine leichte Stoffwindel als Decke während der heißen Tagesstunden. Gestillten Kindern soll die Brust öfter als sonst angeboten werden, bei Babies mit Formulanahrung sollte man ebenfalls ein Fläschen zwischendurch anbieten.

Ass. Prof. Privatdozent Dr. Andreas Hanslik ist Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, Additivfach für pädiatrische Kardiologie, in der Kinderarztpraxis Schumanngasse.

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Die Kinderarztpraxis Schumanngasse vereint ein Team aus ÄrztInnen und TherapeutInnen aus unterschiedlichen Bereichen unter einem Dach. Neben sämtlichen „normalen“ Leistungen eines Kinderarztes sowie der ambulanten Betreuung von akut oder chronisch kranken Kindern setzt man auch einen Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitsvorsorge für Kinder- und Jugendliche.

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