Ganz oder gar nicht: Warum sich eine Power Hour so gut anfühlt

Manchmal ist es gar nicht zu einfach sich für Sachen zu motivieren, auf die man eigentlich keine Lust hat. Hier kann die Power Hour helfen.

Ganz oder gar nicht: Warum sich eine Powerhour so gut anfühlt

Meine Wohnung zu putzen ist wahrlich nichts von den Dingen, die ich liebe. Ich schiebe es gerne raus. Manchmal etwas zu lange. Aber gerade an Freitagen nach der Arbeit oder Samstagen überkommt mich manchmal das Bedürfnis nach einer Power Hour. Ihr kennt das vielleicht. Plötzlich ist man voller Motivation, voller Schaffensdrang. Man ist ready, sich intensiv auf all die Dinge einzulassen, die erledigt gehören.

Produktiv glücklich sein

In ihrem Buch The Happiness Project beschreibt die Autorin Gretchen Rubin die Power Hour als ein festgelegtes Zeitkontingent von 60 Minuten, um die lästigen Aufgaben zu erledigen, die man immer wieder aufschiebt. Es handelt sich dabei um eine Art Zeitblockierung. Die Idee hinter der Power-Stunde ist es, den Druck, den unerledigte Aufgaben auf uns ausüben, zu beseitigen.

Es ist eine besondere Art von Fokus, die man in dieser Situation aufwendet und die sehr helfen kann, wenn man sonst zum Rausschieben von Aufgaben neigt. Man setzt sich eine Powerhour. Eine Stunde, in der man fokussiert alles macht, was erledigt gehört. Am besten stellt man sich dafür direkt einen Timer. Das hilft, weil man weiß, dass man sich selbst eine begrenzte Zeit stellt und danach wieder etwas nachgehen kann, das Spaß macht und entspannter ist.

Im Flow

Meiner Erfahrung nach, geht es aber oft auch noch weiter, wenn die Stunde schon abgelaufen ist, weil man im Flow ist. Auch eine spannende Erfahrung dabei ist, dass man in einer Stunde mit Fokus unglaublich viel schaffen kann. Plötzlich sind die Fenster geputzt, der Boden gemacht, die Packerl zur Post gebracht. Das Gefühl danach ist unglaublich.

Autorin Gretchen Rubin rät für die bessere Organisation der Power Hour eine Liste zu führen. Dadurch erhaltet ihr nicht nur eine Agenda für die nächste Power Hour, sondern sie hilft auch bei der Prokrastination außerhalb der Power Hour. Anstatt nämlich die aktuelle Aufgabe zu unterbrechen und einen Zahnarzttermin zu vereinbaren oder die Arbeit zu unterbrechen nehmt ihr diese Aufgaben einfach auf die Liste.

Produktivität erzeugt Produktivität

Wenn ihr dann wirklich bei etwas feststeckt, ich zum Beispiel mit einem Artikel nicht weiterkomme, kann ich zur Abwechslung einen Punkt auf der Liste abarbeiten. Die Pause also sinnvoll genutzt, zusätzlich kurz den Fokus verändert, was dabei helfen kann wieder frisch in die Aufgabe zu starten UND man hat ein Erfolgserlebnis, weil man etwas erledigt habt.

Das Tolle an der "Power Hour" ist, dass sie auch außerhalb der festgelegten Stunde Erträge bringt! Ihr werdet nicht nur in den 60 Minuten, die ihr sich vorgenommen haben, produktiv sein, sondern das Gefühl, etwas erreicht zu haben, wird euch für den Rest des Tages beflügeln. Produktivität erzeugt Produktivität. Es ist dieses "Ich habe einen Lauf!"-Gefühl, das wir bekommen. Ihr habt das Gefühl, euren Tag selbst in der Hand zu haben und ein besseres Gefühl der Kontrolle über die eigene Zeit zu haben.

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