Fußballtrainer Pep Guardiola feiert Frauen im Sport

Allgemein scheint eine sportliche Leistung nur zu zählen, wenn sie im Männersport passiert. Manche haben inzwischen zum Glück verstanden, dass das sexistischer Unfug ist - wie der spanische Fußballtrainer Pep Guardiola.

Wenn Männern mal ein bisserl Feminismus passiert, werden sie viel zu schnell zu ikonischen Kämpfern der Gleichberechtigung ausgerufen. Das macht jahrelange, harte Arbeit von Frauen* oft unsichtbar und ist auch sonst nicht besonders fair (wenn auch eine logische Konsequenz des Patriarchats). Deshalb sehen wir hier eigentlich von sowas ab. Eigentlich - denn natürlich fühlt es sich gut an, Verbündete zu haben. Und der spanische Fußballtrainer Josep "Pep'" Guardiola ist so beiläufig-genervt ein Feminist, dass wir jetzt doch ganz kurz darüber reden müssen.

"Die Frauen haben das schon Mal gewonnen."

Leistungen von Frauen werden nur allzu gerne ignoriert. Im Sport passiert das besonders oft, weil das eine "Männerdomäne" ist und viel zu viele irgendwie zu glauben scheinen, dass nur Männer echten Sport machen. So auch der Sportreporter, der Pep Guardiola auf die für erstmalige Möglichkeit eines "Trebles" anspricht, also den Gewinn des nationalen Triples aus Meisterschaft, League Cup und FA Cup mit seiner Mannschaft Manchester United. Er tut das im seriösen Ton eines britischen Reporters. Und Guardiola? Der fällt dem ernsten Reporter gleich mal ins Wort. "Der Männer", sagt er. Der Reporter ignoriert den Zwischenruf und setzt seine Frage, wie sehr diese Aussicht den Trainer denn begeistern würde, unbeirrt fort. Guardiola seufzt darauf hin ein bisserl theatralisch, schaut den Reporter seeeehr müde an und sagt: "Das erste Mal im Männerfußball. Die Frauen haben das schon Mal gewonnen."

Die schönsten kritisch-glücklichen Reaktionen auf Pep Guardiolas Feminismus

Damit ist eigentlich alles gesagt. Nicht der erste "Treble", sondern der erste im Männerfußball. Gar nicht so schwer, oder? Und trotzdem so notwendig. Es geht nicht nur uns so, auch andere Menschen sind (kritisch) begeistert:

Wir warten jetzt auf den Tag, an dem so eine Zurechtweisung nicht mehr nötig ist. Und freuen uns bis dahin zumindest ein bisserl.

 

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