Frischer Atem

Wenn das Umfeld auf Abstand geht, könnte das einen einfachen Grund haben: Mundgeruch. Ihn loszuwerden ist einfacher, als Sie glauben. Wir helfen Ihnen bei diesem Problem.

Wenn das Umfeld auf Abstand geht, könnte das einen einfachen Grund haben: Mundgeruch. Ihn loszuwerden ist einfacher, als Sie glauben. Wir helfen Ihnen bei diesem Problem.

1. Diagnose

Sie fühlen sich einsam, weil Ihr Umfeld auf Distanz geht? Keine Sorge, Sie sind nicht allein - zumindest nicht, was Ihren schlechten Atem betrifft. Jeder Vierte leidet irgendwann einmal unter Mundgeruch (auch: Halitosis oder Foetor ex ore). Aber (leider) ist nicht jedem diese Tatsache auch bewusst. Der Grund: Wir nehmen unseren eigenen Atemgeruch nicht wahr.


Der schnellste Weg, um Gewissheit zu bekommen? Die Wrist-Licking-Methode. Lecken Sie mit der Zunge Ihr Handgelenk ab und riechen Sie daran. Wenn Sie einen Geruch feststellen, dann haben Sie ein Atemproblem - die Schwefelsalze wurden von der Zunge auf die Hand übertragen. Eine exaktere Erkennung Ihrer Atemqualität bringt die Messung mit dem Halimeter (beim Zahnarzt). Ähnlich einem Alkomat misst dieses Instrument die Konzentration von Schwefelmolekülen in Atem und Speichel. Das Resultat wird in ppb VSC (part per billion flüchtige Schwefelverbindungen) angegeben.

2. Ursachenforschung

Mundgeruch ist unangenehm , aber meist völlig harmlos. In etwa 90 Prozent der Fälle liegt die Ursache im Mund, und zwar in mangelnder Hygiene oder Trockenheit. Bakterien zersetzen Speisereste, das Abfallprodukt sind übel riechende Schwefelstoffe, die nicht abtransportiert werden. Heißt: Alles, was den Speichelfluss bremst, verhindert auch frischen Atem. Etwa langes Reden, Rauchen, Flüssigkeitsmangel.


In 4 Prozent der Fälle liegt die Ursache für die Halitosis im Hals- und Nasengebiet (etwa bei Mandelentzündungen). Und entgegen früherer Annahmen liegt sie nur zu einem Prozent im Magen-Darm-Bereich (z.B. Gastritis). Auch hormonelle Umstellungen können für übel riechenden Atem sorgen. Am Tag des Eisprungs werden zwei- bis viermal so viele flüchtige Schwefelverbindungen gemessen wie an anderen Tagen. Zudem kann seelischer Stress der Auslöser sein. Sollten Sie nur in bestimmten Situationen schlechten Atem wahrnehmen, könnte es sein, dass Ihnen etwas einfach nur ganz gewaltig stinkt. Zudem können auch überhöhte Blutzuckerwerte für Mundgeruch sorgen.

Wie Sie Mundgeruch wieder loswerden, erfahren Sie auf Seite 2 >>

Sie verzichten auf Knoblauch & Co., achten auf Ihre Mundhygiene und haben trotzdem Mundgeruch? Falls Sie Raucher sind, könnte hier das Problem liegen. Die Geruchspartikel setzen sich in den Schleimhäuten ab, werden dort zersetzt und machen sich so bemerkbar.

3. Erste Hilfe

Das Einfachste, um lästigen Mundgeruch loszuwerden: intensive Hygiene. Putzen Sie die Zähne mit zendiumhaltiger Pasta, reinigen Sie die Zwischenräume mit Zahnseide - und entfernen Sie vor allem Beläge von der Zunge (Zungenschaber!). Effektiv sind auch zinkhaltige Mundwasser, die die Geruchspartikel binden. Ansonsten sollten Sie viel trinken und Kaugummi kauen, das regt die Speichelproduktion an.

4. Kräuterküche

Auch die Natur hält einige Hilfsmittel bereit. Während Knoblauch, Lauch, Zwiebeln, kräftiger Käse oder Alkohol wie Schnaps, Rotwein oder Bier für schlechten Atem sorgen, wirken bestimmte Kräuter gegenteilig. Frische Petersilie, Salbeiblätter oder Minze als Kaugummiersatz sorgen schnell für gute Luft. Auch der Genuss von Äpfeln kann Ihren Atem verbessern.

 

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